Stadtlauf, Augsburg - Sonntag 1. Juni
Freitag, 13 Juni 2014

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als SV-WH Einzelstarterin

http://mein.sportscheck.com/sport/laufsport/events/stadtlauf_augsburg

Trotz verschiedener Motivationsversuche konnte ich keinen der Weiherhöfer zu einer Stadttour nach Augsburg überreden. Diese hätte nach dem Marathon eigentlich gut ins Programm gepasst.
Selber motiviert von Stefan, haben wir uns beim Sportscheck-Lauf angemeldet (ohne die Startzeiten zu beachten). Um 5:55 Uhr bin ich also zu meinem Abenteuer gestartet. Um diese Zeit sind die Straßen sehr frei... Die Tour nach Augsburg lief gut. Das Abholen der Unterlagen ging zügig und professionell von statten. Insgesamt eine gute Organisation.
Eingereiht haben wir uns bei "unter 2 Stunden"- die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich war etwas angeschlagen, da ich am Vorwochenende für Flachländer eine heftige Wanderung mit täglich über 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter unternommen hatte. Noch immer schmerzten meine Beine. Aber angemeldet ist angemeldet. 
Gut gelaunt standen Stefan und ich am Start und sind bei einpeitschender Musik beim Startschuss los. Da mich kein erfahrener Läufer gebremst hat, habe ich den typischen Anfängerfehler gemacht und bin zu schnell los. Nach meiner Rechnung war ein Schnitt von 5:40 erforderlich. Etwas Sicherheitspolster- also 5:35. Ca. 8 Kilometer habe ich das durchgehalten. (Stefan 9-10 km.) Dann wurde mein Schnitt von Kilometer zu Kilometer langsamer. Massen von Menschen haben mich überholt, was nicht unbedingt motivierend gewirkt hat. Manchmal habe ich auch noch ein paar Leute überholt- aber nur sehr wenige. Insgesamt hat sich mein Schnitt bis zum Ziel auf 5:56 verlangsamt- aber immerhin. Ab Kilometer 12 hatte ich überlegt zu wandern, so dass manchmal auch Ankommen eine Leistung bzw. ein Ziel ist. Wieder habe ich mich ca. 8 Kilometer lang gefragt, warum ich eigentlich teilnehme. Eine Lösung habe ich nicht gefunden. 
Von der Strecke war es nicht so schön. Ich hatte wirklich einen schönen Stadtlauf erwartet, der mir die Höhepunkte von Augsburg nahe bringt. Auch kulturelle Weiterbildung stand auf meinem Programm. Die alte Fuggerei habe ich erwartet, das Puppentheater, Schlösser, etc. Gesehen habe ich nichts außer viel Fluss und See. Am Anfang kurz durch ein Wohngebiet, dann viele Kilometer entlang der Lech, um einen See herum und wieder viele Kilometer zurück entlang der Lech durch das Wohngebiet in das Ziel. Besonders zu erwähnen ist, dass ca. ab Kilometer 16 der 10 km-Lauf, der eine Stunde später begonnen hatte und der Halbmarathon zusammen geführt wurden. Das hatte zur Folge, dass dann die Wege völlig verstopft waren mit Läufern. Sicherheitshalber hat man sich auf dieser Strecke für enge Wege an der Lech entschieden, so dass es richtig voll wurde. Viele Läufer, die sich bei 10 km verschätzt haben und wandern mussten oder auch mal spontan stehen geblieben sind (- gerne auch zu dritt nebeneinander), haben das Laufen nicht vereinfacht. Mir war es eh egal, da ich selber platt war und keinen Sprint oder schnelles Laufen für meine Zeit brauchte- die 2 Stunden waren nicht mehr zu erreichen. Als alter Optimist habe ich mich eher gefreut nun auch wieder Leute überholen zu können. 
Ab Kilometer 21 hat es wieder Spaß gemacht. Glücklich bin ich ins Ziel eingelaufen, wo ich Stefan kurz darauf auch wieder gefunden habe. Im Ziel gab es gute Verpflegung. Mit einigen alkoholfreien Weizenbier haben wir uns auf eine Wiese gelegt und noch etwas die Stimmung genossen. Da wir auf Grund unserer familiären Verpflichtungen recht bald wieder fahren mussten, habe ich auch danach nichts mehr von Augsburg gesehen, außer die Bundesstraße. 
Sehr Schade - aber ich werde Augsburg nochmal in Ruhe bereisen. 

Eure Pia