16. Morgenpost-Marathon, Dresden - 19.10.2014
Samstag, 25 Oktober 2014

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Gut gelaunt vor dem Start ;o) 

 

Dresden Marathon 19. Oktober 2014 – Mein erster Laufbericht für den SVW ;-)

Mit gutem Gewissen und einer souveränen Vorbereitung, dank Gerhard und seinem Marathon-Trainingsplan, startete ich mit Markus, meinem Schatz, am traumhaft sonnigen Samstag, 18.10.14 um ca. 09.00 h die Fahrt nach Dresden. Laut unserem Plan wollten wir uns in Dresden mit Renate und Gerhard, die bereits um 08.00 h losgefahren waren, vor Ort treffen. 
Aufgrund eines Staus am Autobahn-Dreieck Nossen hatte das Navi uns noch rechtzeitig von der Autobahn runter gelotst, so dass wir auf dem letzten Stück bis Dresden Gelegenheit hatten die ländliche Umgebung intensiver in Augenschein zu nehmen. 
Mit einer Stunde Verspätung hatten wir mittags in unserem Hotel QF, in der Nähe der Frauenkirche, eingecheckt und uns sogleich auf den Weg ins Zentrum gemacht um Dresden zu erkunden. Nach einem Aufenthalt in einem loungigen Cafe bei purem Sonnenschein um die 22° und intensiver Shopping-Tour überkam uns der Hunger. Wir haben uns mit Renate und Gerhard im L´Osteria in der inneren Altstadt zum Abendessen verabredet um uns mit vielen Kohlenhydraten für den morgigen Lauf zu stärken. Nach längerem Warten und einigen Telefonaten mussten wir alle feststellen, dass noch ein weiteres gleichnamiges Restaurant L´Osteria in Dresden existiert, allerdingsauf der anderen Seite der Innenstadt, in dem sich Renate und Gerhard befunden haben. Wir verschoben unser Treffen auf den großen Marathontag und gingen vorbildlich frühzeitig ins Bett.
Bei perfektem Marathon-Wetter verabredeten wir uns ca. 1 Stunde vor dem Start beim Block C. Endlich hatten wir uns alle vier gefunden. Die Anspannung stieg langsam und Renate machte von uns noch Bilder im "frischen" Zustand. Wir verabschiedeten uns von unseren beiden lieben Fans und begaben uns zu den anderen Läufern in den Startblock.  Die Halb- und Marathonläufer starteten gemeinsam und die Sonne verwöhnte uns  mit ihrer Präsenz.  

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    Kurz vor dem Start an der Ostra-Allee, in der Nähe des Kongress-Zentrums 

Der Startschuss fiel und die 16. Ausgabe des  City Dresden-Marathons mit insgesamt 8.700 Läufern konnte beginnen. Gerhard und ich verloren uns leider bereits nach den ersten Kilometern, so dass ich mich nur noch auf  mich konzentrierte, nach dem 4 Std. Zugläufer Ausschau hielt und mein erstes Ziel dran zu bleiben, verfolgte.  Bei  km 10 habe ich mich sehr gut gefühlt und den 4 Std. Zugläufer hinter mich gelassen.  So habe ich mich km für km nach vorne gebracht und in der historischen Kulisse der Kunst- und Kulturmetropole Dresdens, Sightseeing pur genossen. Entlang am sonnigen Elbufer, an den Elbschlössern, an vielen Sehenswürdigkeiten wie dem Zwinger, der Semperoper, der Frauenkirche, dem Residenzschloss und der Kathedrale
Als ich mich dem km 30 näherte wurde mein innerer Schweinehund unleidlich und begann mich ein bissl zu quälen.  In meinem derzeitigen Stimmungstief sah ich Renate am Rand der Strecke und lief ihr direkt in die Arme." Liebe Renate, danke Dir heute noch für die herzliche Umarmung und dass Du, in dem für mich wichtigen Moment, für mich da warst und ich das Gefühl hatte bei Dir Kraft und innere Stärke aufzutanken". 
Ein Marathon ist und bleibt immer wieder ein Neues, ein spannendes Erlebnis über 42,195 km und war für mich kein Zuckerschlecken.  Aber es war eine schöne persönliche Erfahrung, immer wieder interessant zu erleben wie Körper und Geist gegeneinander antreten um zum Schluss zu erreichen,  EINS zu werden. Marathon laufen ist für mich überwiegend Kopfsache; klar braucht man viel Konditionstraining aber die letzten Kilometer trainierst du in der Regel nicht. Hier heißt es sich durchzukämpfen.
Ich habe in Dresden für mich bewiesen, dass es geklappt hat und meine Bestzeit erreichen dürfen. 

Gerhard, Renate und Markus, Danke dass ihr dabei wart.
Es war ein unvergesslicher Lauf. 

Eure Kim