So. 02. Nov. 2014, Bibertlauf-Großhabersdorf
Freitag, 07 November 2014

Image
... nur Nr. 5 fehlt ...

Die fünf Kämpfer des SVW

Da sich leider außer Gerhard, Steffen, Armin, Elke und mir vom SV-Weiherhof niemand zur Teilnahme am Bibertlauf in Großhabersdorf am Sonntag, 2.11.2014, entscheiden konnte, blieben wir also zu Fünft. 
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von über 18 Grad gingen wir an den Start.
Der Wettergott meinte es – anders als im Vorjahr, wo es ziemlich kalt und matschig war – gut mit uns.
Wettkampfstart war erst um 11:30 Uhr. Zeitpunkt unseres Treffens war laut Gerhard 10:30 Uhr. Ich war mir sicher, wir hatten 10:45 Uhr vereinbart. So machte ich mich um 10 Uhr auf dem Weg zu Steffen, der mir noch eine Tasse Kaffee anbot. In aller Seelenruhe  tranken wir unseren Kaffee. Bis plötzlich ganz nervös mein Handy klingelte und Elke nachfragte, wo wir doch so blieben! (war sie nur neugierig, wo wir abgeblieben sind, oder sorgte sie sich wirklich um uns?). Schleunigst machten wir uns auf den Weg und waren um 11 Uhr vor Ort. Immerhin war noch genügend Zeit um von Renate Gruppenfotos schießen zu lassen. Aber irgendwie fehlte unser fünfter Läufer Armin. 
Hatte auch er eventuell eine andere Zeit im Kopf, oder kniff er womöglich wegen des 1 km langen Berges, den er doch nur einmal zu bezwingen hatte. Eine Runde ergab 7,5 km. Nein, nichts von alledem. Armin läuft sich vor jedem Wettkampf warm. So kennt man ihn auch vom Training her.Gerhard, Steffen, Elke und ich wir stürzten uns auf die 13 km, denn mit Ausnahme von Steffen wussten wir  ja schon vom letzten Jahr was auf uns zukam. 
Kurz vor dem Start traf ich auch meinen Laufkumpel Rudi, der eigentlich mein Zugpferd sein wollte. Mit einer Zerrung am rechten Oberschenkel ging er dennoch an den Start. Diese spürte er bereits nach wenigen Metern und musste bei km 2 aussteigen.
Unser am Start und beim Fotoshooting vermisster Armin tauchte aus dem Nichts nach ca. 1,5km hinter mir auf. Von ihm angesprochen zu werden ist man gar nicht gewohnt. Kaum war er an mir vorbei kam auch schon Elke um an mir vorbeizuziehen. Sie krallte sich Armin an der Steigung des Berges und ließ ihn dauerhaft hinter sich.
Ich musste mich aufgrund Rudis Verletzung alleine durchschlagen. So lief ich  mein Tempo voll motiviert gleichmäßig bis km 3 weiter. Sogar die langgezogene Steigung machte mir nichts aus. Der erste Hürde war genommen. Wenn ich mein Tempo so weiterlaufe, dachte ich mir, könnte ich eine gute Zeit rausholen. 
Mit langen Schritten bergabwärts ließ ich meine Beine nur so laufen, als es auch schon rechts herum in die zweite Runde ging.
Rudi, der überraschend gegenüber der Verpflegungsstation stand, reichte mir Gel und Wasser. Ob das meine Schnelligkeit ausmachte??? Naja, es gibt welche die schwören darauf. Nichts desto trotz steuerte ich die zweite Runde an. Kaum im Gedanken, so wurde es auch Tatsache, dass mich Gerhard knapp vor der 10 km-Marke überholte und mir noch ein schönes Wort zurief: "Sigi du Kampfsau". 
Ich dachte erst ich hörte nicht richtig. So etwas aus Gerhards Mund! Aber das gab mir nochmals einen Schub die letzten 3 km an ihm dran zu bleiben. Was mir auch freudig gelungen ist. Danke dir nochmals Gerhard. 
Mit einer Endzeit von 1:06:48 durchbrach ich das Ziel mit dem Gedanken vielleicht dieses Mal AK-Erste zu werden. Aber leider wurde ich nur AK-Dritte und das, obwohl ich mich gegenüber dem Vorjahr immerhin um 6 Minuten verbessert hatte. Steffen, der ebenfalls zweimal den Anstieg von ca. 80 Höhenmetern bewältigen musste, schwebte mit 1:15 Std. regelrecht durchs Ziel. Er könne jetzt noch weiterlaufen so gut ginge es ihm, verkündete er stolz. Hochachtung Steffen. 
Bei superschönem Wetter konnten wir nach dem Umziehen und nachdem wir uns frisch gemacht hatten die Siegerehrung und die Verlosung für das Eisbuffet, das die Roschtler-Runners gewonnen hatten, bei einem kühlen Weizen, herzhafter Gulaschsuppe und bei Kaffee und Kuchen genießen.

Eure Rennmaus (Kampfsau) 
Sigi