Kopenhagenmarathon, So. 24.5.2015
Montag, 25 Mai 2015

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MIRIAM hat einen sehr schönen Bericht verfasst ....

Erster Marathon - geschafft!  

 

Marathon in Kopenhagen? Ich? Und das in nur knapp über 4 Stunden? - Vor ein paar Monaten hätte ich wirklich jeden für verrückt erklärt, der das prophezeit hätte. Heute, zwei Tage nach meinem ersten großen Lauf ist es zwar noch immer ein unwirkliches Gefühl, aber ich habe es geschafft. Und das obwohl ich als Küken auch noch der Spätzünder der Gruppe bin…   

 

Erst seit Dezember 2014 trainiere ich mit der Laufgruppe des SV Weiherhof. Vom ersten Tag an war ich ziemlich begeistert und hatte großen Respekt vor den - in meinen Augen -  super mega tollen und starken Läufern, die die Marathondistanz bereits zurückgelegt haben. Soweit wollte ich auch kommen!!! Also habe ich trainiert, trainiert, trainiert. Keine Trainingseinheit habe ich ausfallen lassen. Bald waren mehr Laufsachen in der Wäsche als Alltagskleidung und der Kühlschrank voller Fitnessriegel. Kurzerhand (und nicht gerade wohl überlegt) beschloss ich Anfang April, mich für den Kopenhagen Marathon im Mai nach zu melden. Irgendwie klappt das schon… fleißig genug bin ich ja… - das waren meine Gedanken. Und ehe ich darüber grübeln konnte, ob das alles richtig ist, waren auch schon die Startunterlagen da und ich im Flieger auf den Weg zur „Best Race“.   

 

Die Trainingswochen davor waren hart: Tempoläufe, Ausdauerläufe am Kanal, Hügeltraining… und immer wieder diese Gelenkschmerzen. Mal war’s der Po, mal die Füße und dann das Knie, das gemeckert hat. So ging ich den Schmerzen zum Trotz am 24. Mai an den Start. Und es hat sich gelohnt! Wir Marathonis hatten das wohl beste Wetter, das man sich zum Wettkampf nur wünschen kann. Die Sonne hat gestrahlt und ein leichter Ostseewind hat für Abkühlung während des Laufes gesorgt. Einfach perfekt! Umso besser war natürlich auch die Stimmung bei unseren tollen und eifrigen Supportern, die zum Anfeuern, Jubeln und Fotografieren am Wegrand standen. Jedes Mal, wenn ich ein bekanntes Gesicht aus dem Verein in der Menschenmasse gesehen habe, habe ich Gänsehaut bekommen. Alle Zuschauer waren mindestens so aufgeregt wie wir Läufer selbst. Das spornt an! Für mich ist der Lauf insgesamt mehr als gelungen:  

 

Die ersten 30 Km habe ich mich an unser rennendes Uhrwerk, Trainer Gerhard, und die erfahrene Marathonläuferin Sandra gehalten. Wir haben einen super Schnitt hingelegt - mit 5:55 Min pro Kilometer haben wir den Hafen und verschiedene Parks durchquert und uns von der Musik treiben lassen. Bei Km 34 habe ich eine besondere Erfahrung gemacht - die hat sich etwa wie eine Neugeburt angefühlt :-) Ich wollte mehr Gas geben und schneller im Ziel ankommen - so bin ich dann die letzten 8 Kilometer in meinem persönlichen Spitzentempo von 5:20 gelaufen. Der sogenannte „Tiefpunkt“, der erfahrungsmäßig bei vielen Läufern ab Km 38 kommt, blieb mir zum Glück erspart. Bei mir gab es nur noch einen Gedanken: Schluss-Sprint, olé! So konnte ich noch einige Minuten gut machen und kam überglücklich mit 4:05 ins Ziel. Der absolute HAMMER! Das Ding haben wir gerockt! Und weil es so gut gelaufen ist, wird das sicher nicht mein letzter Marathon gewesen sein. Deswegen gilt ein besonderes Dankeschön unserem Trainer Gerhard und auch der gesamten Marathongruppe für die super Zeit, die wir gemeinsam im Training hatten, für die vielen Tipps und Tricks, für das Zuhören, Mitlachen und Mitfiebern. Ihr seid spitze!   

 

Eure Miriam