40. Parismarathon, 3.4.2016
Montag, 04 April 2016

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Vicky war dabei und lief "aus dem Stand" 3 Std. 40Min.

Mon Marathon de Paris             

Wir hatte 4 fantastische Tage in Paris, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll zu schreiben :-)   

Angereist sind wir am Freitag und die Startunterlagen wollte ich auch gleich abholen, der Veranstalter hat es zumindest empfohlen, weil der Andrang am Samstag am Größten war.
 

Der große Flughafen von Paris war so verwirrend, dass wir erstmal gar nicht wussten, wie wir da wegkommen und welche Fahrkarte wir überhaupt kaufen müssen. Jedenfalls haben wir für die Rückfahrt gleich 3 h eingeplant.

Für die restlichen Tage haben wir uns so genannte "carnet" Tickets gekauft, dass sind mehrere Einzelticks, da wir viel gelaufen sind, hat sich kein Tagesticket gelohnt.
 

Leider waren wir ziemlich spät im Hotel und somit habe ich beschlossen, die Startunterlagen doch am Samstag zu holen.

Spontan sind wir dann zum Eifelturm gelaufen. Es war fantastisch und sehr beeindruckt davor zu stehen. 

Wir haben uns das Ticket für die höchste Aussicht gekauft und es war ein überragender Ausblick auf Paris. (Höhenangst darf man nicht haben) 

Samstag gegen 9 Uhr machten wir uns auf dem Weg zur Messe (le Salon du Running) 

Es war alles sehr übersichtlich, nachdem ich mein ärztliches Attest abgegeben habe, hatte ich auch schon meine Startunterlagen, anstehen musste ich gar nicht. Es war alles super organisiert, die Ausgabe war nach der angegebenen Zielzeit geordnet. 

Alle Starter waren auf einem riesigen Poster gedruckt, was mehrere Meter breit war, nicht so einfach seinen Namen zu finden. 

Wie immer habe ich mich von der Messe inspirieren lassen und mich auf den morgigen Start gefreut. 

Den restlichen Tag haben wir in der Stadt verbracht, wir waren bummeln und gegen Abend auch wir einen leckeren Italiener gefunden. 

Paris, sechs Uhr am Morgen. Mein Wecker klingelt, heute ist mein Marathontag, ich habe mich schon so lange drauf gefreut. 
Ich bereitete mir das Frühstück im Zimmer zu, danach habe ich nochmal gedöst, unser Hotel war nicht weit vom Start, ca. 600 m, daher hatte ich noch genügend Zeit. 

Gegen acht sind wir zum Startbereich Richtung Champs Elysées gelaufen, Jürgen hat mich begleitet. 
Meinen Startblock habe ich schnell gefunden. Etwa 15 min vorm Start muss sich jeder eingeordnet haben, sonst kommt man nicht mehr rein!! 
Die Blocks waren nur mit Zäunen abgesperrt, somit konnte ich noch bis zum Startschuss beim Jürgen bleiben. 

Er wünsche mir noch viel Spaß, Erfolg und motivierte mich. 

08:45 Uhr der Countdown läuft ... 3, 2, 1, und los ging es, die Masse bewegte sich. 
Bei sonnigem Wetter gingen insgesamt 43.522 Läufer an den Start, es war die 40. Auflage! 
Die Zuschauer jubelten, man ist wie immer mitgerissen, Adrenalin breitet sich aus und Gänsehaut machte sich bemerkbar. 
Nach ca. 1,5 km geht es erst einmal am Place de la Concorde (zweitgrößter Platz Frankreichs) entlang, danach kam das Louvre-Museum, bei km 5 Place de la Bastille ( Julisäule und Bastille-Oper), bei km 7 kam ein leichter Anstieg, der am Place Felix Eboue vorbei ging, weiter am südöstlichen Rand bei km 12 am Chateau de Vincennes (eines der bedeutendsten Schlösser Frankreichs) wie im Flow ging es dann weiter durch den Bois de Vincennes (ist einer der beiden teilweise als englische Landschaftspark gestalteten Stadtwälder von Paris) bis km 19. 
Meine Durchgangszeit bei der HM-Marke lag bei 01:48:53 h ab km 23 ging es an der Seine entlang, zwischen km 24 und 25 die Kathedrale von Notre Dame, verschiedene Museen, km 29 den Eiffelturm und ab km 33 den Bois de Boulogne, die grüne Lunge mitten in Paris. Zum Schluss führt die Stecke auf die Avenue Foch zum Arc de Triomphe (Wahrzeichen). 
Die Vorfreude, bald im Ziel zu sein steigte mit jedem Schritt, die Beine wurden schwerer und dann begann der Countdown und das Ziel war in Sichtweite, die letzten Meter auf dem Kopfsteinpflaster waren beschwerlich.

Nach 03:40:53 h überquerte ich die Ziellinie.
 

Ich war so happy, dass ich so gut durchgekommen bin. Die Belohnung war die schöne Medaille, ein Finisher-Shirt und Cape gab es auch noch dazu. 
Anschließend saugte ich die Stimmung im Zielbereich auf. 

Ach ja, ab km 10 lernte ich den Franzosen Frederique kennen, wir hatten das gleiche Tempo und auf den letzten km motivierten wir uns gegenseitig und am Ende gab es noch ein Finisher Foto. 

Auf der Strecke waren einige Stimmungsnester und jubelnde Zuschauer feuerten uns an. An den Verpflegungsstellen gab es reichlich Obst und Vittel Wasserflaschen.
 

Der Paris-Marathon ist eine echte Sightseeing-Tour. Die Teilnahmegebühr beträgt zwischen 80-115€ und dafür
wird eine Menge geboten. 

Perfekte Bedingungen sorgten dafür, dass ich trotz meiner schlechten Vorbereitung einen unvergesslichen Marathon erlebte.
 

Mein Resümee: Nächstes Jahr werde ich mit der BIB Nr. 9944 die Straßen von Paris wieder unsicher machen.
 

Eure Vicky