43. Berlinmarathon, So. 25.9.2016
Freitag, 21 Oktober 2016

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Candy ist dann mal eben für nen Kumpel eingesprungen ...

Mein Erster Marathon. 

Nach 12 Wochen intensiven Trainings nach Gerhards Trainingsplan war es endlich soweit. 
Am Samstag, den 24.09., fuhren wir (Gerhard mit Renate, Anke, Holger und ich mit meiner Katrin und Tochter Karolina) mit dem Zug nach Berlin. 
Unser Zeitplan war straff. In Berlin angekommen suchten wir alle unsere Unterkünfte auf um uns etwas auszuruhen und frisch zu machen. 
Nachmittags trafen wir uns alle auf der Vitalmesse wieder um die Startunter-lagen abzuholen. 
Dort begegneten wir dann auch Miriam mit ihrem Freund. 
Gemeinsam gingen wir zu unserer letzten Aktivität dieses Tages - der Nudel-Party beim Italiener. 
Am Sonntagmorgen trafen wir uns um 8:00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof. Bei schönem Wetter und guter Laune machten wir uns dann gemeinsam auf zum Startbereich. 
Dort beobachteten wir auf großen Monitoren den Start der Profis. 
Ca. 45 Min. später starteten auch wir.
Gerhard, mit seiner 9fachen Berlin Erfahrung, gab uns unterwegs Tipps und bemühte sich um Motivation. 
Er wusste genau wann die nächste Versorgungstelle kommt bzw. wo unsere Frauen mit Versorgung positioniert waren ;-) 
Dies funktionierte für mich bis zum Kilometer 30 wunderbar. 
Mein größtes Problem ist die Hitze. Und für den Wettkampftag war für diese Jahreszeit ungewöhnlich gutes (sehr warmes) Wetter angesagt. Resultat: ich musste unsere Gruppe davonziehen lassen, denn die Hitze machte mir zu schaffen. 

Die Zeit war mir inzwischen egal. Hauptsache ankommen! Ein Aufgeben kam für mich nicht in Frage! 

Die tolle Kulisse aus Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche und Potsdamer Platz konnte ich nur noch bedingt genießen. Für mich waren die Getränkestationen inzwischen interessanter geworden.

Erst wenige Kilometer vor dem Ziel machte der Lauf wieder Spaß. 

Nach jeder Kurve hoffte ich das Brandenburger Tor zu sehen. Als ich es dann endlich sah, war die Freude und Erleichterung unbeschreiblich. An diesen Moment werde ich mich zeitlebens erinnern. 
Den Durchlauf durchs Brandenburger Tor und die Meter danach bis zum Ziel genoss ich ungemein. 

Meinen ersten Marathon geschafft! Ich war erleichtert und überglücklich. 

Nachdem ich die Medaille umgehängt bekommen hatte, dass Finisher-Shirt übergezogen und das gute Erdinger Bier (alkoholfrei) in Empfang genommen hatte, trafen wir uns am verabredeten Treffpunkt, vor dem Reichstagsgebäude. 
Hier gratulierten wir uns gegenseitig zu unserem Erfolg und trafen auf Candy. Er wurde nicht für Berlin gelost und lief unter dem Namen von seinem Kumpel. Er sagte zu mir ganz trocken: „Bin nur 3:50 gelaufen, ich mach doch nicht so eine gute Zeit auf den seinen Namen“.
Ich musste schmunzeln und dachte mir: was für ein cooler Typ! 
Wir tranken Sekt vor dem Reichstag, genossen den Erfolg und das wundervolle Wetter. Einfach geil!  
Abends ging‘s in die Osseria, eine Berliner Kneipe in der man kulinarisch die DDR erleben konnte. Echt genial! Gerade für mich, Katrin und Anke, Holger kamen hier einige Erinnerungen hoch. Auch was die Wartezeiten betraf. ;-))  

Am nächsten Tag machten wir alle gemeinsam eine sehr entspannte Dreistundenfahrt auf der Spree und  dem Landwehrkanal. Das Wetter war wieder top! Diesmal hatte ich auch überhaupt nichts dagegen ;-) 

Obwohl ich bereits viel in Berlin war sehe ich die Stadt nun mit anderen Augen.

Euer Steffen 

PS: Einen ganz besonderen Dank gilt Renate. Sie war das organisatorische Herz! 
Versorgungspunkte während der Trainings, Organisation der Bahnkarten, Kneipenvorschläge mit Speisekarte im Vorfeld, usw...