7. Fränkische Schweiz-Marathon am 03.09.06
Montag, 04 September 2006
Fränkischer Schweiz-Marathon – der Name verheißt eigentlich nichts Gutes, bedenkt man, dass die Fränkische Schweiz im Allgemeinen mit zahlreichen Bergen in Verbindung zu bringen ist. Und Marathon und Berge ist eine Kombination, auf die zumindest ich nicht besonders scharf bin. Nichts desto trotz haben wir uns mit insgesamt fünf Staffelteams an den Start gewagt – geteiltes Leid ist halbes Leid heißt es ja schließlich….und es hat sich gelohnt. Da das Ganze ein Staffellauf war, ist auch der Bericht in Staffelform geschrieben. Heike, die mit Angelika in einem Team war und die 16km gelaufen ist, übernimmt den ersten Teil des Berichtes und ich den zweiten.


Startpunkt Heike (16 km):
Nachdem ich bereits im letzten Jahr an o.g. Veranstaltung teilgenommen hatte, lässt sich dieses Ereignis rückblickend gut vergleichen. Die von mir gelaufenen 16 Kilometer entsprachen der Vorjahresdistanz.

Was war anders ?

1. der Streckenverlauf:
von Forchheim nach Ebermannstadt – das letztjährige Ziel war also der Start. Wobei mir der Weg aus dem Forchheimer Industriegebiet vorbei am Bahnhof in die Weiten der Fränkischen Schweiz etwas besser gefallen hat
2. das Wetter:
mit anfangs 22 Grad kühler als im Vorjahr, bewölkt. Ein ab und zu auffrischender Westwind gestaltete die Wettkampfbedingungen in Richtung Ebermannstadt läuferfreundlich
3. Teilnehmer:
- die Disziplinen, bis auf den 26km-Einzellauf und sicherlich auch viele Teilnehmer waren mit 2005 identisch - dennoch, immer wieder beeindruckend sind die in engen (manchmal schon ein wenig zu klein geratenen ) farbenfrohen Anzügen startenden Skater, welche als erste auf die Strecke gingen. Unmittelbar nach dem Startschuss rauschte der ganze Pulk mit kräftiger Luftverdrängung auf schnurrenden Rädern an den Zuschauern vorbei. Dann folgten die Handbiker. Erstaunlich, mit welcher Energie diese Sportler ihrem Schicksal trotzen. Anschließend durften die Marathonis durchstarten und zum Schluss, fast schon mit den Füssen scharrend, die Teams/16km-Läufer und Nordicwalker. Wie immer ein bunt gemischtes Völkchen quer durch alle Altersgruppen.
4. vertraute Gesichter:
auch wenn auf der Strecke jeder zum Einzelkämpfer mit sich und gegen die Zeit wird, tut es gut, auf Vereinskollegen zu treffen und das waren bei diesem Lauf:
   Angelika und Heinz
   Silke und Georg
   Sandra und Dirk
   Julia und Klaus
   sowie Norbert mit Partner
auch Heidi Krauss ließ es sich nicht nehmen noch vor 9:oo Uhr zum Start in Forchheim auf dem Paradeplatz vorbei zu schauen. Als Erste in einer, für eine Staffel zu laufen setzt noch ein klein wenig mehr an Energie und Ehrgeiz frei. Es hat mich gefreut nach gut 1 ½-Jahren als aktive Freizeitläuferin meinem ersten Wettkampf mit Angelika, der Lauftreff-Mitbegründerin und „grande dame“ dieser Disziplin bestreiten zu können, denn nach meinem Handgelenksbruch war die Teilnahme gar nicht so selbstverständlich.  

Wechselpunkt in Ebermannstadt - Silke (26km):
Außer jeder Menge nervös guckender Läufer sah man eigentlich gar nichts. Der angegebene Wechselpunkt für die Staffeln in der Araltankstelle erwies sich mehr als Wechselpunkt genau auf Höhe der Tankstelle mitten auf der Strecke. So versuchte sich jeder möglichst weit in die Strecke hineinzustellen um auch ja seinen Partner nicht zu verpassen. Sandra und ich hatten da schon so unsere Bedenken, ob wir unsere Männer nicht auf diese Art und Weise verpassen würden, denn gesehen haben wir wirklich nichts. Immerhin, Klaus hatte seinen Wechsel perfekt hinbekommen. Julia war in beeindruckenden 1:08 Std. in Ebermannstadt angekommen. Und zum Glück haben auch wir unseren Wechsel hinbekommen. Georg war als Erster da und so hatte ich noch ein paar Sekunden Zeit, bis auch Dirk am Wechselpunkt war und ich zusammen mit Sandra loslaufen konnte. Wir hatten uns vorgenommen, das Ganze als Trainingslauf zu betrachten und keinen Stress aufkommen zu lassen. So ging es zwar gleich zu Beginn der Strecke bergauf, aber wir waren gut drauf und quatschten uns von Kilometer zu Kilometer. Schließlich gab es auch viel zu sehen, da die Strecke ja zweigeteilt war und man daher auf der anderen Straßenseite schon die Skater und später auch die Läufer bewundern konnte, die auf dem Rückweg waren. Und zu sehen gab es wirklich einiges: ein Fußball-Skaterteam mit Fußballhelmen, Tröten und Bollerwagen, ein Skater im Schottenrock, die beeindruckende Lockerheit des Marathonsiegers bei Kilometer 35 und schließlich Klaus (und seine persönliche Motivationshilfe) und dann Angelika…In Streitberg erwartete uns dann auch noch eine Sambagruppe samt entsprechenden Tänzerinnen und einen Ort weiter trommelte die Zuschauer auf irgendwelchen Töpfen herum. Dies waren aber leider nur einzelne Highlights, auf weiten Teilen der Strecke gab es gar keine Zuschauer mehr, dafür aber die schöne Fränkische Schweiz samt Ruine zu bewundern. Auf dem Weg zum Wendepunkt machten wir dann auch noch Bekanntschaft mit einer anderen Läuferin, die die Distanz zum ersten Mal lief und uns erst überholt hatte und dann aufgrund einer Pinkelpause wieder hinter uns lag. Das ganze Spiel wiederholte sich drei-, viermal. Bis zum Ziel wollten wir sie eigentlich endgültig hinter uns gelassen haben, geklappt hat es dann leider nicht. Ab dem Wendepunkt bei Kilometer 29 ging es nämlich immer leicht bergauf. Anfangs machte mir das noch nichts aus, als aber auf den letzten Kilometern vor dem Ziel auch noch ein letzter steiler Berg samt Gegenwind zu überwinden war, war es mit meiner Lockerheit vorbei. Zum Glück waren uns die Jungs entgegen gelaufen hatten uns bei Kilometer 35 abgefangen. Zu viert liefen wir mit einer Zeit von insgesamt 04:16:39 Std. ins Ziel ein. Zum Glück für mich, denn auf den letzten Metern war mir so schlecht geworden, dass ich schon dachte ich schaffe es nicht mehr. Ich hatte schlichtweg vergessen ausreichend zu trinken. Dank Cola ging es mir aber schon bald wieder besser und für unsere Berlin-Abenteuer heißt es jetzt für mich an jeder Station trinken!! Die anderen Teams von uns hatten auch beeindruckende Leistungen geschafft. Julia und Klaus waren die 4.schnellste Staffel bei den Mixed-Teams (auch wenn Ihr versucht habt Eure Herkunft zu vertuschen, wir haben Euch erkannt :-)). Heike und Angelika (03:47:28 Std.) wurden bei den Frauen fünfte, Norbert und Harald (03:23:06 Std.) bei den Männern 31.