real,-Berlin Marathon am 24.09.06
Mittwoch, 11 Oktober 2006

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Ein Läufer ist ja eigentlich ein Einzelkämpfer! Der erste Marathon war für uns alle aber etwas ganz besonders. Daher ist unser Bericht auch von uns allen geschrieben - jeder erzählt ein Stück des Weges von 0 auf 42. Aber vorsicht, da gibt es natürlich eine Menge zu berichten :-)

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(Silke)
Am Ende haben mir ganz schön die Arme wehgetan, aber es war ein tolles Erlebnis! So schnell wie manche vorbeigesaust sind, konnte ich oftmals gar nicht die Becher mit Wasser füllen. Die besondere Atmosphäre eines Marathons hat mich aber schon damals, als ich 2003 beim New York Marathon Volunteer war, in den Bann gezogen. Einmal einen Marathon laufen – das war mein großes Ziel! Problem nur, ich konnte nicht mal 10 Minuten am Stück hintereinander laufen. Kaum wieder in der Heimat angekommen, habe ich mich auf den Zeitungsartikel des Lauftreffs zum Anfängerkurs gemeldet. Von anfänglichen wenige minutenlangen Geh- und Laufphasen konnte ich mich innerhalb eines Jahres, nicht zuletzt dank der tollen Leistung unser Trainer und dem Zusammenhalt in der Gruppe, bis zum Halbmarathon steigern. Schon das ein tolles Erlebnis – erschien mir der Marathon aber immer noch in nahezu unerreichbarer Ferne: zu groß waren die Zweifel und der Respekt vor der langen Strecke. Als dann im Wintertraining immer öfter die Gespräche auf einen ersten Marathon kamen, beschloss ich „ 2006 wird mein Marathonjahr!“ Ein paar Mitstreiter waren auch schnell gefunden: mit Susi, Ursel und Volker zusammen wollte ich es angehen. Wann hat man schon mal wieder die Möglichkeit mit einer Gruppe ungefähr gleichstarker Läufer ein Marathon-Debüt zu absolvieren, dachte ich mir und schob die letzen Zweifel beiseite. Ein richtiger großer Marathon sollte es sein, da waren wir uns alle einig. Wer weiß, ob man danach noch mal einen läuft? Die Wahl fiel schließlich auf Berlin – meine Wunschmarathonstadt! Schon im Januar haben wir uns angemeldet und ein Hotel gebucht – jetzt wollten wir alle Nägel mit Köpfen machen!
(Ursel) Anfang Juli kam der Trainingsplan von Gerhard, den haben wir beim grillen in aller Ruhe in uns aufgenommen. Kein Alkohol, kein schlechtes Essen mehr! Aus, vorbei die schöne Kärwazeit! Bei leichten 30 Grad die erste Woche – Die Trainer wechselten wochenweise durch – bei dieser Hitze? Was sollte das werden? Schwitz, Schnauf, vor dem Anfang gleich das Ende?? Die langen Läufe wollten wir am Nachmittag bestreiten, es könnte warm sein in Berlin(was sich dann auch bestätigt) - Gewohnheit ist das halbe Leben!
Nach zwei Wochen der erste Schreck – Volker fiel aus - er ist verletzt – wer läuft nun?? Silkes Freundin, Simone aus München.
Wie haben wir uns gequält, all die Intervalle, Hügel einer nach dem anderen, kein Urlaub, jede Woche wurde es wärmer. Schwitz, Schweiß welch eine Qual, aber der Spaß war immer dabei. Sandra hat uns bis dahin immer begleitet: also kannst du auch mit uns starten! Gesagt, getan - sie meldete nach. Unser erster ganz langer - 30 km – Schwarzenbruck bis Weiherhof: Diesmal in der Frühe, es sollte noch heißer werden! Das erste Mal so lange laufen, ein tolles Erlebnis! Hurra, wir konnten es! So kann es weiter gehen, jeder puschte den anderen, wir hatten so viel Spaß dabei. Nur was sollten wir noch reden? Kaum zu glauben, langsam wurde der Gesprächsstoff dünn. Der nächste Schreck, Simone hat sich verletzt. Dirk stieg ein (Sonst hätte seine Frau einen Marathon und er nicht- Schande-) fand aber gleich seine eigenen Personaltrainer. Schlechten Gewissens gönnten sich Sandra und ich, jeder eine Woche Urlaub, alles wurde akribisch mit gelaufen. Ja, kein Km sollte fehlen! Schreck Nr. 3: Woche 9, Susi hat sich verletzt, Muskelzerrung! Sie stieg aus dem gemeinsamen Training aus, trainierte tapfer alleine weiter.
Woche 10 – der nächste Schreck: mich plagt eine verkalkte Schulter, Schmerzen ohne Ende, aus vorbei der Traum von Berlin! Die Woche waren 30 dran - nein auf die wollte ich nicht verzichten - ich lief mit Armschlinge. Gelächter, aber durchgehalten, ich wollte unbedingt nach Berlin, es musste sein! Ich gönnte mir alle Tabletten und Ärzte die frei auf dem Markt waren, lies mich ständig massieren – es musste klappen. Die letzen Tage, so langsam kam das Kribbeln in der Bauchgegend…. Reicht das Training?? War`s das wirklich?? Wir wurden nervös…Georg hat uns immer moralisch aufgebaut, unsere drei Betreuer trieben uns 12 Wochen den Schweiß auf die Stirn, 650 Trainings Km, dann war es soweit, wir fuhren….
(Sandra) „Die Bahn kommt“ - man reist ja bequem und ohne viel Zeitverlust dachten sich die meisten „Berliner“, wir ( Silke&Georg und Dirk&ich) aber wollten auf unser Auto nicht verzichten, wie sollten wir sonst die 4l Wasser vorm Marathon trinken bzw. sie zunächst für vier Personen transportieren??? Den Kofferraum voll bepackt sind wir eine halbe Stunde bis zur ersten „Raststätte“ gekommen, denn  soviel Wasser muss sich seinen Weg auch wieder nach außen bahnen…Sollte aber kein Problem sein, denn wir hatten unsere Zugfahrer mit der Abholung der Startunterlagen beauftragt und konnten in dem, nach Dirk´s Meinung, gemütlichen Reisetempo, unseren Weg nach Berlin mit einigen Boxen-Stop´s fortsetzen. Im Hotel angekommen, lud uns gleich die sonnige Terrasse auf ein kühles ….Wasser ein ( naja, manche haben es mit dem Alkoholverbot während des Trainings nicht immer so genau genommen…). Wenig später sind auch die anderen fröhlich mit den bunten Tüten mit vielen schönen Geschenken von der Marathon-Messe ins Hotel zurückgekehrt. „Wo ist eigentlich mein Chip?“; dass war die Frage, die wohl keiner erwartet hatte, der Chip war noch auf der Messe, irgendwie ist wohl die Information im Gewusel und der Aufregung untergegangen. Da es auch für mich der erste Marathon war, dachte ich, dass es schon toll wäre, an der Zeitmessung teilzunehmen. Das hieß also, ich hatte noch genau 1 Stunde Zeit meinen Chip von der Messe zu holen, denn ab 18.00 Uhr war hier Schluss. Silke bot sich gleich als Berlin-Guide an und wir machten uns auf den Weg. Wie immer, dachte ich, mit dem Auto kommt man überall hin, bloß nicht, wenn halb Berlin wegen des Skate-Marathons gesperrt ist. Silke hatte die Idee, nun doch das umfangreiche U-Bahn-Netz Berlins zu nutzen und das Auto endgültig stehen zu lassen, nachdem, wir für 2km fast 1 Stunde Fahrzeit gebraucht haben. Ich hatte den Chip schon längst abgeschrieben…. Letztendlich haben wir es mit Einsatz, Überredungskunst und einem Endspurt (eigentlich wollten wir uns den ja für den Zieleinlauf aufsparen….) durch die Messe doch noch geschafft, meinen Chip zu erkämpfen. Ich war happy, eigentlich konnte mir nun nichts Schlimmes mehr passieren. Ab jetzt ist der Chip mein Glücksbringer – schließlich hat er nun schon einmal funktioniert.
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(Susi) Nun war es soweit: unser großer Tag war da!!! Wie schnell 12 Wochen doch rum sein können! Wie sehr hatten wir alle diesem Tag entgegengefiebert! Ich wollte nach Berlin: unbedingt!!! Verletzung hin oder her – ich tat alles um fit zu sein. Nachdem meine Nervosität bereits seit Mittwoch stetig gestiegen war, erreichte sie nun ihren Höhepunkt – noch einen Tag (und vor allem eine weitere kurze Nacht) länger und ich hätte vor lauter Aufregung wahrscheinlich nicht starten können :-)
Nachdem wir uns alle in der Hotellobby noch ein bisschen gegenseitig verrückt gemacht haben („shit ich hab das Schweißband vergessen …“; etc.) starteten wir gemeinsam mit unserem Betreuerteam Richtung neuer Bahnhof. Uff, waren das Menschenmassen dort. Ab jetzt galt – jeder passt auf den anderen auf; bloß keinen verlieren. Wir Mädels also immer schön im Entenmarsch hintereinander hergelaufen, um uns ja nicht aus den Augen zu verlieren! Nach Kleiderbeutelabgabe, PPiP (Pipi im Park! – selbstverständlich kollektiv in der Gruppe!) und T-Shirt richtig rum anziehen (dummerweise ist es erst nach den Fotos aufgefallen!!!) ging es endlich auf die Startbahn. Und da hieß es erstmal: Warten! Ich glaub mein Puls war da schon auf 180 so aufgeregt war ich. Die anderen schienen (noch) relativ cool zu sein. Lustige Gestalten tummelten sich da im letzten Startblock. Bei so manchem fragte ich mich, wie die bloß in ihrer Verkleidung ins Ziel kommen wollten. Die Zeit im Startblock war dann eigentlich recht kurzweilig – ich vertrieb sie mir damit, ungefähr 20 x meine Schuhe neu zu binden, mir einzureden ich sei NICHT nervös, zu versuchen die anderen nervös zu machen :-))), mein Zerrungs-Bein tausendmal zu dehnen (ich konnte nur hoffen, dass es 42 km durchhält) und meine erste Trinkflasche schon mal leer zu trinken (mit Durst starten ist ja auch doof!).
Dann ging alles ganz schnell, wir kamen immer näher an den Start und plötzlich … jippie waren wir über der Matte … nun ging’s so richtig los. In einem Affenzahn näherten wir uns der Siegessäule und somit waren es nur noch 41 km ;-) Bald schon hatten wir die ersten Kilometer hinter uns und es wurde lustig – vor allem an den Getränkestationen! Bei Km 11 standen dann zum ersten Mal UNSERE Fans. Oh wie schön sie zu sehen! Schnell Flaschen tauschen, Küsschen abholen und weiter ging’s .... Zu diesem Zeitpunkt war’s schon ganz schön heiß und mir kamen erste Zweifel an den angepeilten 4:30. Auch als die Hälfte der Strecke geschafft war wusste ich nicht ob ich mich freuen oder heulen sollte (nochmal das Ganze??? Oh nein!). Na ja, egal … weiter ging’s munter durch Berlin. Vorbei am Friedrichsstadtpalast und anderen tollen Dingen, immer begleitet von der begeisterten Zuschauermenge. Teilweise kam man sich vor wie beim Straßenfest – so viele Bands und ausgelassene Stimmung - richtig cool! Besonders witzig fand ich ein Schild auf dem stand: „Am Vorabend rohe Leber – die bringt Euch zum wilden Eber“! Tja, dahin sollten wir auch bald kommen ;-)! …
(Gerhard) Der „ Wilde Eber „ ist eigentlich für jeden, der in Berlin schon mal gelaufen ist ein Begriff: dieser kurze Streckenabschnitt ist wirklich einer von den tollsten Stimmungsnestern, wenn man mal vom Zielbereich absieht, beim Berlinmarathon. Es ist zwar ein Stück Arbeit, die letzten 5-6km bis zum wilden Eber geht es ganz leicht, fast unmerklich bergauf. Man sieht es nicht, aber in den  Beinen ist es wohl zu spüren. Wer diese Fan-Hochburg erreicht hat, der hat es ja schon fast geschafft. Man möchte ja am liebsten stehen bleiben, nur um diese Stimmung in sich aufzusaugen. Für einen Augenblick sind alle Mühen vergessen und man sonnt sich in der Begeisterung der Läufer, Zuschauer und Sambatänzerinnen. Da bekomme selbst ich, der ja schon einige Marathons gelaufen ist, noch eine gewaltige Gänsehaut. Aber nichts gibt`s, es muss weiter gehen. Wir sehen alle noch super toll aus und ab hier war mir klar, dass jeder von uns, trotz der für einen Marathon sehr hohen Temperaturen, das Ziel ganz sicher erreichen wird.
Susi und ich haben ab hier beschlossen, dass wir unter uns bleiben wollen und haben uns dann unbemerkt etwas zurückfallen lassen. Wir wollten unseren Zieleinlauf alleine genießen. Mit einem Mords Motivationsschub ziehen wir weiter in den Hohenzollerndamm, von da auf die ehemals bekannteste Flaniermeile Berlins, dem Kurfürstendamm. Welch ein Traum, 2-3km immer leicht bergab, so richtig zum erholen. Dann weiter, über dem Potsdamer Platz, noch ein kleiner Abstecher in den ehemaligen Ostteil, sprich Richtung Alex, wo es aber vorher einen Linksschwenk gibt, der uns dem lange ersehnten Brandenburger Tor näher bringt.
(Ursel) Km 38: kein Hammermann, keine Krämpfe, Ernährung, Training - alles richtig gemacht! Super gelaufen! Hüpfe wie ein Gummimännchen; da das Brandenburger Tor, ich strecke meine Siegesfaust, laufe auf Wolke sieben, Gänsehaut, die johlende Menge, Freudentränen – glücklich! Ziel und Sieg! Ein Marathoni bin ich jetzt! Ich, der diesen Sport nur aus dem Fernseher kannte.
(Sandra) Hallo Ursel, es ging wirklich nicht schneller, aber Du hattest mich nun mal im Schlepptau …., ich höre nur noch deine Stimme und sehe zwischen dem Brandenburger Tor das orange T-Shirt vor mir springen und denke mir nur – „Wieso bist du noch so fit bei km 40 ???“. Sagen wir so: die Qualen haben sich in Grenzen gehalten, aber 42 km reichen definitv und gibt es eigentlich auch Marathonläufe im Winter (?)….Bis zum km 39 lief es wirklich gut, aber dann meldeten sich die Knie ( alle beide ) und auch die Herbsttemperaturen in Berlin habe ich mir anders vorgestellt, da ich nun mal kein Sonnenkind bin, war das eigentlich mein größtes Problem. Dank unserer guten Vorbereitung und auch, weil wir immer alles unter dem Gesichtspunkt „Fun“ gesehen haben, ist mein 1. Marathon trotzdem super verlaufen - ehrlich, ich habe es mir schlimmer vorgestellt!
(Silke)
Ein Meer aus weißen Luftstangen zum zusammenschlagen und dieser unbeschreibliche Lärm – das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben! Die letzten Meter vor dem Brandenburger Tor!! Wie oft hatten wir im Training davon geredet? Jetzt erschien es fast unwirklich und ich konnte nur noch Grinsen! Ich hatte es geschafft!
(Georg) Nach 40 km waren wir vorbei an all den schreienden und uns feiernden, dicken Frauen mit roten Köpfen; Asterix & Obelix  hatten wir ebenfalls hinter uns gelassen. Wir bogen in die Strasse des 17. Juni ein, hindurch durch die letzte Dusche und genossen das Bad in der Menge. Bei noch keinem meiner Marathons waren so viele Menschen vor Ort. Jetzt waren es nur noch 2,195 km, das Ziel war zum Greifen nahe - bald darauf durchliefen wir die 42km Marke durch das Brandenburger Tor - die Leute schrieen und pfiffen. Nach weiteren 195m war das Ziel erreicht und ich hatte meinen ersten Marathon als Begleiter beendet. Es war ein super Lauf! Ich denke Berlin, wir kommen wieder!
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Susi) … noch eine kleine Kurve und da war sie: die Zielgerade!!! Welch eine Freude! Nicht mal mehr 2 km und dann durfte ich mich auch Marathon-Finisher nennen :-) Von jetzt an lief es sich fast von selbst und auch das Dauergrinsen wollte nicht mehr aus dem Gesicht verschwinden!!! Das Gefühl durchs Brandenburger Tor zu laufen war unbeschreiblich toll und auch unsere Privatfans standen nochmal jubelnd auf der Zielgeraden. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Gerhard bedanken für die tolle Motivation und gute Begleitung durch Berlin!!! DANKE SCHÖN!!! Der Marathon war ein tolles Erlebnis für mich von dem ich noch lange zehren werde :-)

Und natürlich gab es auch noch eine andere Seite der Betrachtung! Nämlich, die unserer Betreuer, die auch hier zu Wort kommen sollen und bei denen wir uns noch einmal alle ganz herzlichen bedanken wollen. Vielen, vielen Dank ihr wart super – ohne Euch hätten wir es nicht geschafft!
(Volker)
Nachdem mir Marathonlaufen zu anstrengend ist, ich aber trotzdem ein heller Kopf bin, entschloss ich mich kurzerhand meine Startnummer und damit auch meinen guten Namen (zu erkennen in der Ergebnisliste) an Dirk weiterzugeben. Dass dies keine gute Idee war erkannte ich zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule - durch Gitter getrennt vor dem Starterfeld stehend. Ein "Kloß-im-Hals-Gefühl" machte sich breit und ich sah wehmütig zu wie die unzähligen Marathonis starteten. Dabei entdeckten wir doch tatsächlich unsere Athleten im Feld und konnten zujubeln!
Ab jetzt bestand meine Aufgabe darin die Läufer vom SV Weiherhof beim Lauf zu fotografieren. So ging es mit U-Bahn, Straßenbahn und zu Fuß zu den verschiedenen abgesprochenen Versorgungspunkten an der Strecke. Ich konnte fotografieren, während Renate, Richard und Rene aus dem "Support - Team" die Läufer bei sommerlichen Temperaturen versorgten. Endlich im Ziel warteten wir am Familienzusammenführungspunkt W (W für Weiherhof) auf die Marathonis und ich belohnte mich selbst mit einem Eis. Alle waren gut ins Ziel gekommen. Es wurde noch beglückwünscht, fotografiert und Bier getrunken, dann ging es zurück ins Hotel.
Bleiben mir nur noch vier Dinge zu sagen: Respekt vor dieser Leistung, eine starke Truppe, Berlin eine tolle Stadt und nächstes Jahr lauf ich!
(Renate) Toll, dachten wir, die Betreuer.Bis die Läufer am jeweiligen Treffpunkt ankommen ist genügend Zeit was zu trinken, bzw. essen. Es waren vier Stellen (12, 21, 31 und 38km) eingeplant; bei einer angepeilten Laufzeit von viereinhalb Stunden reichlich Zeit. den 12km-punkt hatten wir rasch erreicht. Nun standen wir in der Menge und warteten. zum Kaffeetrinken war die Zeit zu kurz, außerdem war weit und breit kein Kaffee zu sehen. nicht so schlimm, dann halt beim nächsten Treffpunkt. Unsere Läufer kamen - fast zur errechneten Zeit. Flaschen tauschen und weg waren sie - wir auch. Im Untergrund der U-bahn. Bemi nächsten Treff im U-Bahnhof hastig eine Currywurst im stehen. dann rauf an die Laufstrecke: leere Flaschen füllen und kurz warten. Flaschen tauschen, kurze Aufmunterung und dann wieder in den Untergrund zu km 31: an die Strecke stellen, leere Flaschen füllen und wieder kurz warten. Flaschen tauschen, Eisspray und Anfeuerung -schon waren sie wieder weg, und wir wieder im Untergrund. Diesmal mussten wir lange auf die U-bahn warten und dann auch noch erfahren, dass wegen Gleisbauarbeiten die angestrebte Haltestelle nicht erreichbar ist. Also umsteigen und wieder warten. Dann zum Stopp bei km 38 rennen (jawohl rennen). sch....., wir waren zu spät. Hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir mit der U-bahn für 7km länger brauchen als unsere Läufer. Jedenfalls konnten wir jetzt unter freiem Himmel weitergehen und mussten nicht mehr in U-bahnschächte. Wer denkt, dass wir jetzt gemütlich bummeln konnten, täuscht sich. Im Stechschritt ging es weiter zum Ziel. Dort konnten wir in Ruhe das verdiente Bier trinken, während wir auf unsere Läufer warteten.
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(Anmerkung von THILO: SUPER BERICHT und TOLLE LEISTUNG Mädels!)