Windsheimer Weinturmlauf 18.3.2007
Montag, 19 März 2007

Angelika und ich hatten uns dieses Jahr für den  Weinturmlauf in Bad Windsheim entschieden, da er gut in unsere Marathonvorbereitung für Hamburg 2007 passte. Wir befanden uns in der 6. Trainingswoche und wollten bei diesem Lauf unseren Trainingsstand testen. Und ein wenig schweiften meine Gedanken doch schon in Richtung „persönliche Bestzeit“.

Am Sonntagfrüh fuhren wir, Rudi unser Fahrer, Heinz unser Verpflegungsmann, Angelika und ich, gemeinsam nach Bad Windsheim. Die Wettervorhersagen waren durchwachsen, was wir später beim Laufen zu spüren bekamen. Unser erstes Ziel: die Startunterlagen  holen, wobei uns auf dem Weg dorthin schon eine kräftige Prise um die Ohren wehte. 

Alte Bekannte trafen wir dort, Katja und Julia die ebenso für den HM gemeldet waren und  Klaus der  sich für die 10 km entschieden hatte. 

Nach einer kurzen Verschnaufpause und Aufwärmphase ging es auch schon an`s Einlaufen. Beim Einlaufen ging mir so manches durch den Kopf. An Bestzeit war bei diesen Wetterbedingungen wohl doch nicht zu denken und schließlich hatten wir auch eine harte Trainingswoche mit Hügeltraining und einigen Laufkilometern hinter uns. 
 

Angelika redete beruhigend auf mich ein, dass ich diesen Lauf als Trainingslauf sehen sollte. - Gut gemeint,  aber mein persönlicher Ergeiz war schließlich auch geweckt.-  Am Start hielten wir noch ein kurzes Schwätzchen mit dem einen oder anderen, dann fiel auch schon der Startschuss. 
 

Die Vorsätze nicht zu schnell zu laufen waren auch gleich hinüber, denn meine Pulsuhr zeigte einen 5,12er Schnitt an. Nach ein paar Metern verließen wir das Wohngebiet der kleinen und im Altstadtbereich entzückenden Stadt und schon waren wir mitten in der freien Natur. Die ersten Kilometeranzeigen passierten wir in einer für mich guten Zeit. An einer freien Fläche ging es am Golfplatz mäßig bergauf und die ersten Windböen erfassten uns. Jetzt hieß es Windschatten laufen, um Kraft zu sparen. In der ersten Runde war das gut möglich, denn das Läuferfeld war durch die 10km-Läufer aufgestockt, die mit uns Halbmarathonis gestartet waren. Ich fühlte mich gut, nachdem uns auf der Strecke Heinz und Rudi Jacken, die wir dankend ablehnten, Bananen und Getränke angeboten hatten. 
 

Die 10 km Marke passierten wir und schon ging es in die zweite Runde hinein. Jetzt wussten wir was auf uns zukam, mit anderen Worten wir kannten die Strecke. Allerdings hatte der Wind  in der Zwischenzeit zugelegt und uns voll erwischt. Ich musste aufpassen, dass ich nicht auf Angelika geweht wurde, oder der Wind uns beide von der Strecke blies. Zwei Mitläufer wollten uns Windschatten geben, was leider nicht immer glückte, da der Wind aus allen Richtungen auf uns prallte. Kurzzeitig musste ich abreißen lassen, da der leichte Anstieg und der Gegenwind viel Kraft gekostet hatte. 
 

Mein Kampfgeist war nach einer Verschnaufpause wieder da, -wie gut-  und wir konnten wieder aufschließen. Bei km 18 fing es an zu nieseln und km 19 wollte und wollte nicht kommen. 
 

Auch das noch - eine Zusatzschleife- musste  gelaufen werden, wo doch das Ziel so nah war. Dank Angelika`s  Motivation raufte ich mich noch mal zusammen und wir sprinteten die letzten Meter ins Ziel,  Endlich geschafft!!!!. 
 

Wir fielen uns in die Arme und gratulierten uns, wobei ich erfuhr dass ich mit einer neuen Bestzeit von 1:54 Std. das Ziel erreicht hatte. Mit dieser Zielzeit hatten wir beide den 2. Platz in der jeweiligen  Altersgruppe W 50 und W 55 erlaufen.  
 

Daher vielen Dank an Dich Angelika, du warst ein toller „ Hase“  und hast es wiedermal verstanden, meine Leistung zum richtigen Zeitpunkt abzurufen.   
 

Resultat des Laufes: Ein schöner Landschaftslauf den man weiter empfehlen kann und  nächstes Jahr wieder in unseren  Laufkalender aufnehmen sollte. 
 

Hermine Zindler

Anmerkung der Redaktion: 
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, HERMINE!!!