10. Wendelsteiner Panoramalauf
Dienstag, 24 April 2007

........ heute entging ich nur um Haaresbreite meinem ersten Waterloo ....
Startzeit: 14:35 Uhr. Die Teilnehmerzahl für den Hauptlauf lag so um die 200. Davon ¾ Männer und das restl. Viertel Frauen. Wie von einem D-Zug wurde ich, aus 2 Reihe startend, vom dem Läuferfeld in Grund und Boden gerannt. Oh nee, wo bin ich denn hier hineingeraten? So langsam bin ich doch gar nicht unterwegs? In meinem Oberstübchen spielten sich schon wieder die tollsten Szenen ab  ..... 

...ich komme – unter den mitleidigen, teilweise gelangweilten Blicken der Zuschauer - als  LETZTE ins Ziel  .... was für ein Fiasko ... der Motivationsgrater tat sich immer weiter auf und er drohte mich am Ende der ersten Runde zu verschlingen. Als ich zu Jochen kam und sagte:ich glaube, ich steige aus, blickte ich in ein verdutztes und zugleich hilfloses Gesicht. Wer auch immer diese lauferfahrene, athletische Person zu diesem Zeitpunkt neben Jochen platziert hat, dem danke ich jedenfalls dafür. Die banale Aussage: einfach etwas langsamer weiterlaufen, gepaart mit dem Leitsatz, den Angelika praktiziert und der sich fest in mein Gedächtnis eingebrannt hat ..... aufgeben gibt’s nicht  ... hangelte ich mich zähneknirschend über die 2.Runde. Ja, jetzt hatte ich ihn doch tatsächlich wieder gefunden, meinen persönlichen Laufrhythmus. Puls und Nacken mit etwas Wasser runtergekühlt konnte ich sogar noch 2 Läufer überholen und denjenigen endlich abschütteln, der sich ab km 9 an meinen Fersen festgebissen hatte. Nun noch rechts abbiegen auf die Zielgerade. Was vor 40 Min. noch undenkbar war, nun hatte ich ihn tatsächlich geschafft, den bislang härtesten Kurzstreckenlauf. Kann an dieser Stelle nur wieder davor warnen, sich anfangs zu „Hochleistungen“ hinreißen zu lassen. Als ich das erste Mal auf die Uhr sah, dass war nach 3,8 km, zeigte diese knapp 18 Min. an, also einen Schnitt deutlich unter 5km/h, dass konnte auf Dauer nicht gut gehen. Die Strecke ist sehr offen, ungeschützt und windanfällig, vielleicht am ehesten vergleichbar mit der in Kersbach. 2007 waren die Bedingungen, bei 20 Grad und leichter Brise fast schon optimal, wenn die Luft auch extrem trocken war. Aber da gibt es ja immer etwas, dass nicht zu 100% passt :o)). Wollte deutlich unter 1 Stunde bleiben und würde sagen, Ziel erreicht - mit 56:01 Min. Wirklich empfehlen kann ich diese Veranstaltung nur bedingt, da sie in der Regel mit einem Cup – in diesem Jahr dem Synergy Sports Lauf Cup – kombiniert ist. Organisatorisch bestens, sollte man als Einzelstarter mental gut gewappnet sein und wissen, dass es sich um ein doch recht schnelles Läuferfeld handelt.( Da waren Klaus und Julia, Julia nahm an der Vereinsmeisterschaft vom R.C. Radl Express Feucht e.V. teil, natürlich bestens aufgehoben.)
  
Heike