5.Fürther Stadtlauf - 13.05.2007 über 10 km
Mittwoch, 16 Mai 2007

Als Gerhard mich vor ca. 3 Wochen fragte, wie es denn mit meiner Teilnahme am Fürthlauf aussehen würde, schmiss ich zunächst einen skeptischen Blick auf unseren Marathon-Trainingsplan. Hatte ich es mir doch gedacht …..

Samstag stand ein langer Lauf, d.h. 30km, auf dem Programm. Nein, dann in diesem Jahr mal lieber nicht. Nach unserem Urlaub im hohen Norden jedoch kam mir zu Ohren, dass selbst Ralph und Margrit an den Start gehen. Also, unter dem Aspekt, dass man sich ja nicht jedes Jahr verbessern muss, meldete ich mich am Mittwoch vorher noch an. Das Laufpensum am Samstag wurde auf 25km reduziert, wobei die 15er-Kanalrunde mit Sigi ja eigentlich schon wieder nicht dem empfohlenen „Long-Jog-Tempo“ entsprach. Nach Regen und leichter Abkühlung an den vorangegangenen Tagen sollte es heute am Muttertag wieder so richtig schön und zugleich gut warm werden. Als Jochen und ich gegen Mittag zur Fürther-Freiheit radelten zeigte das Thermometer in der Innenstadt auch tatsächlich 27 Grad an. Puhhh …. das kann ja heiter werden. Wie in den letzten Jahren trafen wir uns vor dem Quelle-Wöhrl Gebäude. Es waren Roland, Margrit, Ralph, Francoise, Renate, Gerhard und ich, die bereit waren, für den SV-Weiherhof die „Beine in die Hand“ zu nehmen. Christiane, die noch immer gesundheitl. Probleme hatte, übernahm den Job des Fotografen. Auch unser gut genährter Oberbürgermeister Jung zeigte sich durch seine Teilnahme wieder von seiner sportlichen Seite. Um 13:15 Uhr fiel für rund 650 Läufer der Startschuss. Der Streckenverlauf entsprach der des Vorjahres, also von der Fürther Freiheit Richtung Schwabacher Straße, weiter zum Rathaus, grünen Markt, Gustavstraße, zurück über die Rudolf-Breitscheid-Str. (wusste gar nicht mehr, wie verdammt lang die ist) zur Willy-Brandt-Anlage und weiter über die Königswarterstr. (die zieht sich auch …), dann links um den Bahnhofsplatz. Bei km 5 kamen mir die ersten ernsthaften Zweifel, dass ich dieses Turbo-Tempo noch eine zweite Runde durchhalten kann. Die Chef-Laufmaschine Gerhard blicke hin und wieder unauffällig in die Schaufensterscheiben um zu kontrollieren, ob ich noch folgen kann. Die letzten 3 Kilometer lief ich echt am Limit. Letzte Woche 11km-Wettkampf. Diese Woche war eine harte Trainingswoche. Wäre gelogen, wenn ich sagen würde …. ach, ging doch ganz locker, denn der „Boss“ hat mich voll krass gefordert und ich lief zum Schluss echt am Zahnfleisch. Doch es hatte sich wieder gelohnt, sich diesem Härtetest zu stellen. Nach 49 Min. und 37 Sek. war die Ziellinie überschritten !!
Respekt auch für Roland, der seine Wunschzeit von „unter 60 Min.“ mit 59 Min. umgesetzt hat. Meine Hochachtung gilt ganz besonders Margrit und Ralph, die ja nun mal ein paar Kaffeestunden älter sind als wir, was sie aber nicht davon abhält trotz Hitze und Kopfsteinpflaster zu kämpfen, durchzuhalten und mit guten Endzeiten anzukommen. Renate bot einer einsamen, frustrierten Schlussläuferin ihre Begleitung an und wer weiß, ob diese ohne diese Art von Unterstützung das Rennen tatsächlich zu Ende gebracht hätte. Das Läuferspektrum ist zum Glück breit gefächert und das ist gut so, denn sonst hätten schon viele die Lust am Laufen verloren. Vielen Dank auch an die Zaungäste, die wir erkannt haben und natürlich auch an die, die wir evtl. übersehen haben sollten.  
   
Heike