Jahrtausend-Marathon Fürth
Montag, 09 Juli 2007

Marathonstrecke – Alfred, Sigi, Gerhard und Heike 

Einen Marathon unmittelbar vor der eigenen Haustüre zu haben und dann noch in Verbindung mit einem Jahrtausend Stadtgeschichte, da bedurfte es in Bezug auf die Teilnahme keiner größeren Überzeugungsarbeit. Jeder, der sich zum Zeitpunkt der Anmeldung guter Gesundheit erfreute, war sofort dabei. Das gibt’s nur einmal, daß kommt nie wieder ( so wurde es schon in alten Schlagern besungen .. )

Klar, daß so eine Mega-Veranstaltung jede Menge Arbeit mit sich bringt. So ließen sich einige von uns auch nicht lange bitten, als Katjas Hilferuf kam, sie bräuchte dringend u.a. für die Ausgabe der Startunterlagen Freiwillige. Leider zeigte sich Petrus ein wenig von seiner launischen Seite. Freitag Abend, ab 17:30, brach ein Tiefausläufer mit Gewitter, Windböen, jede Menge Regen und sinkenden Temperaturen über Fürth hernieder. Auch der Samstag brachte am frühen Nachmittag nochmals einige Schauer und selbst am Sonntag Morgen regnete es noch. Aber, kaum hatten die Hellers um 8:15 Uhr das Haus verlassen, fing die Wolkendecke an aufzureißen. Sicher ist das gut, wenn es nur mal nicht zu warm wird. Schon von weitem war das Spektakel an der Freiheit zu hören. Treffpunkt für die „Weiherhöfer“ war die Dr.-Konrad-Adenauer-Anlage bzw. dort der Pavillon. Kurze Begrüßung und es blieb bis zum Start der Halbmarathonis schon nicht mehr viel Zeit, denn um 9:00 Uhr ging’s los. Aus der Ergebnisliste war später zu entnehmen, daß es letztendlich 1.963 Finisher werden sollten. Eine super Stimmung. Der Aufmarsch der „Lauflustigen“ gen Westen wollte einfach nicht enden. So, nun wurde es für das Quartett Alfred, Sigi, Heike, sowie unserer Trumphkarte Gerhard, ernst. Da es nur zwei Tore zur elektr. Erfassung der Startnummer über das bibchip-Zeitmesssystem gab, kam es zu einem recht schleppenden Start. Dann war es so weit – erste Schritte führten entlang der Hornschuchpromenade durch den Wiesengrund in den Espan, Richtung Poppenreuth und durch den Ronhof über Bislohe weiter nach Sack. Wie aus dem Nichts tauchte auf seinem Drahtesel immer wieder Jochen auf. Alles klar – braucht jemand etwas – ihr seht echt noch toll aus ...... na, wenn das nicht motiviert. Dieses Stück war insgesamt eher kurzweilig, aber es war ja nun mal erst das 1.Viertel. Über die Autobahnbrücke verlief die Strecke nach Stadeln ( hier machte die Musikschule Stimmung) nach Vach weiter durch Atzenhof (zum Glück nicht auf den Solarberg ) über die Mainstrasse nach Unterfarrnbach (hier durchliefen wir auf dem Festplatz das kleine Rotkreuz-Bierzelt) hinauf, hinunter und wieder hinauf (meinen Hausberg – der zieht sich) zur Hinteren Strasse in Burgfarrnbach, Richtung Bahnhof links zum Moosweg  ......ja, da steht Katja mit den beiden Zwergen, Viola und Raphael, um uns bei km 26 zuzujubeln .... und weiter geht’s ....zum Kanal rechts Richtung Oberfürberg vor zum Rennweg ( den kennen wir alle zur genüge .... ) über den Fürberger Steg hinauf zur Hardhöhe ( ...der Hinweis auf den Anstieg befindet sich ja bereits im Wort selber) runter nach Unterfürberg (begeistere Anwohner) .... wir hatten inzwischen die 30km Marke überschritten und trafen etliche „Schnellstarter“ wieder .... über den Georg-Elser-Steg durch die ehem. amerikanische Offizierssiedlung weiter zum TV 1860 Gelände, dort ca.200m geradeaus, nach einem leichten Links-Rechtsschweng vorbei am Rasenbolzplatz schickte man uns auch noch in den Stadtwald ( .. jeder kennt dieses Teilstück mit dem langgezogenen Anstieg). Zurück durch beinahe jeden Winkel der Eschenau zum Steg ( .. auch bekannt als Schnegalasbrüggn ) Richtung Dambach ...  hier trafen wir nochmals auf  Heinz, dem die Hitze schwer zu schaffen machte, hinauf über die Karolinen- zur Schwabacher Str. Kurz zuvor waren es 41km. Somit konnten wir uns ausrechnen, daß wir tatsächlich noch durch die kopfsteingepflasterte Gustavstraße geschickt werden ....das schaffen wir  ..... Freiheit wir kommen. Etwas eng wurde es noch in der Rudolf Breitscheidstr. Platz da .... Hand in Hand überschritten Sigi, Gerhard und ich bei 4 Std. 8 Min. die Zielmatte. Vergessen waren schlagartig Seitenstechen, schwere Beine und all die bekannten Begleitumstände welche sich spätestens ab km 35 einschleichen. Der Vierte im Bunde, Alfred, musste uns wegen einer Wadenmuskelverletzung bereits in Vach ziehen lassen. Kämpfte sich aber mit 4 Std. 28 Min.durchs Ziel. BRAVO ! 224 Frauen und 1.183 Männer beendeten bei 25 Grad Wärme diese teilweise anspruchsvolle Strecke, die trotzdem ihre Reize hatte. Organisatorisch war alles im grünen Bereich. Sage und schreibe 1.600 fleissige Helferlein sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Das war  s p i t z e . Alle haben wir uns, nach der jeweils persönlichen Herausforderung, anschliessend zu einem Becher Sekt in der Adenauer Anlage wieder getroffen. Erschöpft, aber zufrieden und mehr oder weniger stolz, denn „gutes Gelingen“ ist immer gepaart mit reichlich Disziplin und konsequentem Training. Zum Abendessen sahen wir uns in der Linder Grube wieder und dort wurde, wie immer nach einem derartigen Event, kräftig diskutiert, gelacht, von Beobachtungen berichtet bzw. Erfahrungen ausgetauscht.

Aber vergessen wir nicht, daß auch Sandra das 2. Mal einen Marathon gelaufen ist. Die Umstände brachten es leider mit sich, daß sie am Tage X zwar mit vielen, aber eigentlich doch alleine, an den Start gehen musste. Von ihren Eindrücken möchten wir an dieser Stelle etwas erfahren ............

 
 Sandras zweiter Marathonlauf 

Ich fange gleich mal bei den „Umständen“ (wie Heike es so schön gesagt hat) an, die mich alleine an den Start haben gehen lassen. Irgendwie war es diesmal wie bei den „10 Kleinen Negerlein“ – da war es nur noch eine…. Inzwischen hatte ich mich ganz gut mit dem Gedanken angefreundet, die Strecke alleine zu bewältigen – kann mal eine neue Erfahrung sein, so allein über sich und seinen Schweinehund hinauszuwachsen, aber es kam dann eigentlich ganz anders – und ich war nie allein J 

Schon im Training haben mich die HM - Mädels und Marathonjungs gut unterstützt. Viele Einheiten haben wir einfach geteilt und haben ein neue Form des Trainings gefunden – das Staffeltraining ( eine Einheit mit vielen unterschiedlichen Mitstreitern und dementsprechend vielen verschiedenen Gesprächen ). Beim Marathon haben wir dieses Prinzip einfach weitergeführt, aber dazu komme ich noch.  

Als ich zum Treffpunkt im Pavillon kam, war da ein riesen Wirbel. Ziemlich viel für meine angespannten Nerven, ich war mehr nervös als bei meinem 1. Marathon in Berlin, jetzt hatte ich doch ganz schön „Bammel“ vor 42 einsamen Kilometern. Ursel hat mich dann noch in den Startblock begleitet und mich ganz gut abgelenkt, außerdem hatten wir uns ja bei 30 km verabredet. Sie hat sich ja auch in Berlin schon als gute „Schleiferin“ bei mir empfohlen und sollte mich so über die letzten 12 km retten. Im Startblock habe ich mich ständige nach dem Pace-Maker mit dem 4:30 – Ballon umgesehen, aber so sehr ich mich auch gestreckt habe, keiner in Sicht. Mehrere Läufer haben auch bei mir unruhig nachgefragt, wo denn der Zielläufer sei, aber es gab wohl keinen, zumindest habe ich bis zum Schluss keinen angetroffen. Na super, dass geht ja gut los. Egal, jetzt bin ich schon mal hier, und laufe auch. Es ging los im langsamen Spaziertempo durch die Tore und entlang der Hornschuchpromenade. Nach wenigen Metern winkte mir schon der erste Fan zu – Gerhard H. – ein gutes Gefühl, mal einen Bekannten zu sehen. Die restlich Strecke kann man ja Heikes Bericht gut entnehmen, ich kann mich gar nicht mehr so gut an die Einzelheiten erinnern, hatte wohl mehr zu tun, ständig mein Tempo auf meinem Messgerät zu überprüfen. Nach 3 km war ich schon nicht mehr allein, Manuel von der Feuerwehr aus Dortmund wollte unbedingt heute mal „langsam“ laufen und nicht schneller als 4:30 sein und er hat sich gleich bei mir angehängt, weil ich ja voll der Profi  bin J , na hat der Ahnung….Jedenfalls hatte ich von nun an Unterhaltung, habe einiges über die Feuerwehr und sonstige aktuelle Themen im Ruhrgebiet erfahren….Plötzlich war ich schon bei km 10 – in 1:02, super! viel zu schnell, aber ich dachte mir, was ich jetzt weg habe, muss ich später nicht mehr laufen. Jetzt waren es nur noch 10 km bis zur Einstiegsstelle von Silke, die mich von 20-30 km begleiten wollte, na das schaff ich doch locker bis dahin. Zwischenzeitlich war es ziemlich heiß geworden und es war wirklich super, dass es so viele Getränke- und Versorgungsstationen gab. Auch die Zuschauer waren klasse – die Franken können ja doch richtig aus sich raus gehen - , bloß den Gartenschläuchen bin ich ausgewichen, mit patschnassen Schuhen hatte ich in Berlin schon schlechte Erfahrungen gemacht. Silke kam mir immer näher (zunächst mal noch im Geiste), jetzt mussten wir einen kleinen Trampelpfad hoch rennen, was sollte denn das sein? ähnelte wohl eher einem Crosslauf….Plötzlich sah ich am Horizont das rote Shirt von Silke und Georg auf dem Rad, ja wir hatten es geschafft, 21 km in 2:10 also alles noch im Plan und Silke an Bord.  

Endlich gab es mal wieder vertraute Gespräche, aber es wurde immer heißer und irgendwie kamen immer mehr Hügel auf uns zu. Wir hatten ziemlich viel Jubel an der Strecke, dass lag wohl auch daran, dass Silke in einem optisch einwandfreien Zustand war, ich dagegen bin schon mit der altbekannten „Roten Murmel“ durch die Gegend gelaufen und machte wohl nicht mehr den super athletischen Eindruck. Aber egal, es war noch alles gut und ich war happy, dass wir so schnell vorankamen. Von weiten konnte ich schon die Brücke sehen, an der Ursel warten wollte, juhuuuuuuuu, dann bin ich schon bei 30 km. Den kleinen Anstieg ( wieder mal …. ) noch hinauf und Ursel sprang schon wie aufgezogen durch die Gegend, kurze Vorstellungsrunde mit Manuel (ja, er war immer noch da!) und Silke verschwand mit Georg auf dem Fahrrad. Ich hätte schon gern mit ihr getauscht, aber weiter geht´s , jetzt hatte Ursel das Kommando. Irgendwie war ich ziemlich platt, hätte wohl doch noch mein zweites Gel essen sollen, aber ich wollte nichts mehr essen, es war alles so heiß L.Ursel hat Gas gegeben und sich ab jetzt um die Getränke gekümmert, dass war ziemlich entspannend. Ab jetzt wurde trotzdem jeder Kilometer schwerer, es kamen immer mehr Berge auf uns zu. Weiter ging´s ins Stadion des TSV 1860 und dann ab in den Wald, was für eine Erholung !!! Hier mussten wir eine Schleife laufen, auch Alfred kam uns entgegen, natürlich lief er die Schleife schon rückwärts, im Gegensatz zu uns, wir mussten uns erstmal bergauf kämpfen. Auf der „Rückrunde“ hatte ich mein letztes Hoch dieses Marathons, es war kühl und es ging bergab, wirklich super, aber der nächste Anstieg wartete schon auf uns. Von den Sechzigern in Richtung Schneckerlesbrücken ( na wisst Ihr alle, welche das ist ????) sah Ursel nur noch eine Chance mich noch mal zu motivieren, sie riss einer Zuschauerin die Cola weg, na gut, sie hat schon vorher gefragt, aber die Dame hatte keine Zeit zu antworten….Nach der Cola habe ich auch die Brücke bezwungen, ich glaube es war dann die letzte von den sieben. Inzwischen hatte sich Manuel verabschiedet, ihm war´s zu schnell, wie sich im Nachhinein rausgestellt hat, habe ich ihm immerhin noch 5 Minuten abgenommen. Ursel hat nicht locker gelassen, ich bin nur noch so vor mich hingetrabt, irgendwie war meine Motivation auf den letzten 4 km total weg, es war nur noch heiß und meine Beine waren bleischwer. Ich hatte aber immer noch meine 4:30 im Blick, ob ich sie noch schaffe(?), ich hatte ja gut vorgearbeitet und konnte mir schon ein paar langsamere km erlauben. Ich weiß nicht, wie oft ich die arme Ursel gefragt habe, wie weit es noch ist, sie hat immer nur gesagt, dass ich ganz toll laufe…Endlich kam die Gustavstrasse auf mich zu, jetzt konnte es doch wirklich nicht mehr weit sein,….und noch mal um die Kurve, da winkten mir wie verrückt Uli, Anne und Heidi K. zu und ich hatte wieder Energie – schaffte sogar noch einen Endspurt – 4:31 ich hab´s geschafft und bin happy , denn ich war eigentlich nie wirklich allein!!! 
 

Halbmarathonstrecke - Ralph Rühmling  

Mein 1.Halbmarathon zum 70sten  

Beim letztjährigen  Weinfest des SV-Weiherhof , ich hatte meine OP. am Fuß gerade überstanden, wurde zur  fortgeschrittener weinseliger Stunde über den Fürther Jahrtausendlauf gesprochen. Gerhard meinte in diesem Zusammenhang, dass der Lauftreff dort stark vertreten sei und es sollten sich doch viel von uns zur Teilnahme melden. Etwas Vorlaut erwähnte ich, dass ich ja zu meinem 70.Jahrestag 2007 auch mal den Halbmarathon mitlaufen könnte. Die Reaktion der  anwesenden Lauffreunde war unterschiedlich, der Eine oder Andere nickte mir beifällig zu, wieder Andere betrachteten zweifelnd mein Übergewicht und die  damalige  Gehbehinderung von der OP. ( Das schafft der nie)

Also meldeten wir uns mit der sogenannten Reha-Gruppe beim Gerhard für den  Halbmarathon an. Den Winter über  trainierten  wir unsere Ausdauer mit leichteren  Trainingseinheiten. Im Frühjahr dann fielen Moni, Christiane, Armin + Gerd wegen  Krankheit aus und konnten am normalen Trainingsbetrieb nicht mehr teilnehmen. Somit  waren Renate und ich die letzten der  Mohikaner. Wir beide haben dann entsprechend dem  Trainingsplan von Gerhard  unser Training durchgezogen. Schwer sind uns schon die langen Läufe  am  Samstag gefallen.

Am 17.Juni kam dann der Tag der Wahrheit.  Um 8.00 Uhr  standen alle Läufer  am Denkmal an auf  der  Freiheit und  fieberten wie Rennpferde dem Start entgegen. Jeder nahm noch seinen Schluck  vom Isoton-Getränk, Aufstellung  zum Gruppenfoto oder der Gang zum Toilettenhäuschen,  um die Nervosität zu unterdrücken.  Roland versammelte unsere  Halbmarathonis zum gemeinsamen Start. Aber in der Menschenmenge der Halbmarathonstarter  verlor ich unsere Gruppe aus den Augen  und musste allein starten.

Pünktlich um  9.00 Uhr ging  es los,  alles drängte durch die Zeitnahme. Mein Start war 9.03 Uhr. Ich hatte alle Ratschläge im Kopf, die da  hießen: vorm Start ganz hinten anstellen und nur nicht zu schnell anfangen, LAUF DEIN TEMPO. Nachdem das mit der Startposition schon mal schief gelaufen war, heilt ich mich strikt an den  zweiten Ratschlag. Also begann ich mit meinem Tempo gemäß meiner nunmehr 70.Jahre. Dabei überholten mich pausenlos ganze Pulks von Läufern, einige davon sah ich jedoch in der Dambacherstr. in Sichtweite wieder vor mir. Zwischenzeitlich  hatte sich etwa 50m hinter mir auch eine größere Gruppe gebildet, somit war für mich  zwischen diesen Läufergruppen, die Straße als Einzelläufer  frei und ich wurde von den Fotografen als dankbares Motiv sehr oft fotografiert(insgesamt 10mal)  Auch das Publikum an den Straßenrändern  begrüßten mich als Einzelkämpfer mit viel Beifall. Ich war gut drauf  und gut in der Zeit. Kurz  hinter der Schneckelas-Brücke wartete  eine Überraschung auf mich, nämlich Angelika die mir Begleitschutz  anbot, den ich dankbar annahm, weil Sie mich auch pausenlos mit Getränken und Tipps aus ihrer Lauferfahrung versorgte. So erreichten wir den Stadtwald, etwa bei km 11 tauchte meine Trainingspartnerin  Ingrid auf  und schloss sich uns an und wollte auch bis zum Ziel mitlaufen. Ich nahm auch diese Betreuung dankbar an, weil in der Not hätten mich beide  ja stützen können. Jetzt ging es durch die uns bekannte Stadtwald-Strecke,  die aber durch ihre langgezogenen Hügeln bei km 12+13 und steilen Anstieg bei der Kehre doch schon an der Kraft zehrte und die Beine wurden schwerer. Dann ging es über den 60er Sportplatz, die Fuchsstraße zurück,  die Sonnenhitze tat hier ein übriges, meine Begleiterinnen hatten zu tun mich zu versorgen und bei Laune zu halten. Bei km 18 war ich  PLATT  (oder war das der Mann mit dem Hammer)  ich wurde immer langsamer  beim Ziel stießen mich Angelika und Ingrid quasi über die Linie. Ich hatte es geschafft.

Anschließend wurde ich im Sanitätszelt mit einer Glukose-Infusion wieder fit gemacht.

Nachdem auch Renate mit einer respektablen Leistung ihren Halbmarathon gelaufen ist, konnten wir uns  gegenseitig gratulieren  und mit der gesamten Laufgruppe unser Erfolge feiern.

Das Highlight war Margrit die mit einer Super Leistung den1. Platz in der Altersgruppe erkämpft hat, der mit einem Pokal belohnt wurde.

Anmerkung: Nach dem Lauf ist vor dem Lauf.

Vielleicht greife ich noch mal an:   RALPH

PS.  Ein besonderes Lob gilt unserem Gerhard der uns ALLE zu diesen Leistungen gebracht hat.

 

Halbmarathonstrecke  -  Debütantin  „Renate“ 
 

na ja, die trainingsfleißigste war ich nicht, das muss ich zugeben. Deswegen hatte ich auch richtig „Schiss“ vor dem Lauf. Vor dem Start wollte ich noch kneifen aber das habe ich mich nicht getraut. Also gut, also los. Hinein in die Massen. Noch ein paar Worte mit den umstehenden Läufern wechseln und dann fiel auch schon der Startschuss. Die ersten Meter wird man richtig von den Zuschauern „getragen“, ein unglaublich schönes Gefühl.  

Nach 4 km war ich gerade mal 28 Minuten unterwegs. Doch das Zeitpolster hielt nicht lange.  

An jeder Getränkestation ein kurzer Stop, hier und da ein paar Worte mit den Zuschauern wechseln, das kostet Zeit und Kraft und macht sich letztendlich in der Laufzeit bemerkbar.  

Aber: ich habe es geschafft, es hat unheimlich Spass gemacht und ich war nicht die Letzte.  

Die Strecke war abwechslungsreich, die Verpflegung optimal und die Zuschauer klasse.  

Einen besseren Einstieg in diese Distanz kann es eigentlich nicht geben.  

Gelernt habe ich: das nächste Mal noch intensiver trainieren, die Zeit beim Lauf besser einteilen und  nicht an jeder Getränkestation ein „Päuschen“ machen. Es kann nur besser werden!

RENATE

  

10km-Lauf  -  Richard Rauch

Mein erster 10er ( nach Schleiftraining und mit Überlebensstrategie ) Wie ihr alle wisst, bin ich eigentlich seit einem Jahr aktiver Walker. Aus der Gaudi raus wollte ich in Fürth einen 10er laufen, nachdem meine Frau auf einen Marathonevent in Fürth verzichtete, nur wissen sollte es auch keiner. Ursel hat dann heimlich mit mir trainiert und sich als Schleifer geoutet. Manchmal wollte ich die schweren Einheiten nicht so umsetzen wie sie es mir aufgetragen hatte, denn immer ist sie mit mir in meinem Schneckentempo nicht gelaufen. Fleißig so. 2 -3 mal die Woche, kurze, schwere, lange und stressige Einheiten waren zu bewältigen. So nach und nach fühlte ich mich schon als Läufer.  2 Wochen vor Fürth wurde die Zeit getestet. Ziel war, unter einer Stunde zu laufen. Nach bestandenem  Test meldete ich  mich und mein Zugpferd Ursel an. Nach einer hektischen Fahrt mit dem Roller nach Fürth (Ursel ist gefahren) war mein Magen sehr nervös, der Treffpunkt, die vielen Läufer in Rot aus Weiherhof,   auch was  Neues für mich – so langsam trieb mein Magen um sich. Nachdem wir alle anderen Läufer mit viel Getöse auf die Strecke  geschickt hatten …. so nun sind wir dran. Im Startblock wird es dann langsam richtig ernst. Wir wollten von ganz hinten starten, so  hatte  es meine Chefin angewiesen und uns nicht treiben lassen, sie ist der Zug. Doch dann kam alles anders. Anfänglich hatten wir Volker noch dabei, der hat uns aber dann schnell verlassen,  waren wir wirklich so langsam??
Die gewaltige Menge an Läufern für die enge Strecke,  einfach unmöglich zu überholen, Ursel immer einige Meter vor mir wollte mich ziehen, aber ich kam nicht an der Masse vorbei, dann der Wiesengrund, noch enger und dann die Halbmarathonis im Gegenverkehr, was wird das denn?? Bei km 4 die Zeit ist weg – Enttäuschung – Kampfgeist wo bist du,  das wird nichts mehr, Ursel schreit schon wieder wo bleibst du denn?? Dann die Kehre, dort sehe ich doch meine Nichte, die wollte langsamer laufen als ich, oh Schreck-  sie ist schon so weit vorne. Jetzt aber erst recht, ich muss Gas geben. Von dort an bin ich Schritt für Schritt hinter meiner Chefin geblieben und ich fühlte mich langsam wohl, wann ist es vorbei?? Wie weit ist es noch?? Als  es dann langsam Richtung Gustavstraße ging haben wir die letzten Körner mobil gemacht und alles gegeben, doch zu spät. Im Jubel der vielen Zuschauer konnte ich auch einmal Gänsehaut-Feeling erleben, von dem meine Ursel immer erzählt. Zufrieden war ich dann mit 61 Min im Ziel. Ich hab meinen ersten 10er überlebt. Trotz der kleinen Enttäuschung die Stunde verpasst zu haben, macht sich ein  bisschen  Stolz in mir auf. Gerade beim Jahrtausendevent dabei gewesen zu sein. Gerade hier  meinen ersten 10 hinter mich gebracht zu haben. Die Strecke gab´s einfach für mich nicht her, mir war´s zu eng. Ob der erste mein letzter war, wird sich zeigen. Anschließend hab ich Ursel noch zur 30er Marke für den Marathon zu Sandra gebracht und dachte mir so verrückt könnt ich nicht sein jetzt noch mal 12 zu laufen, grad bei der Hitze.  So langsam machte sich dann der Muskelkater breit. 
Bis demnächst 
RICHARD  

 

 

 

 

 

 

 

 

die Autoren : Heike, Sandra, Ralph, Renate und Richard