8.Fränkischer Schweiz Marathon, 02.09.2007 über 26,0 km
Donnerstag, 06 September 2007

Schade, schade ..... gerne wäre ich, wie in den beiden Jahren zuvor ..... wieder in einer Staffel gelaufen. Aber nachdem Heidi bekanntlich Probleme mit ihrem Knie hat und in Kürze unters Messer muß, war ich schon wieder Einzelstarter für unseren Weiherhofer Lauftreff. Alternativ stand heute außerdem die Ipsheim Weinwanderung auf dem Programm .... zugegeben ..... auch eine interessante Option.

Lauftaktik .... wie plant man eigentlich einen 26km-Lauf ? Beim 10km-Wettkampf ist alles klar, gut einlaufen und dann lospowern. Das geht natürlich bei 21km nicht und schon gar nicht bei 26. O.k. am besten an den Zug-bzw. Bremsläufer für die Marathon-Zielzeit 3:59 Std. hängen. Das war ein Volltreffer. Sicher habt ihr schon vom Bittel-Team gehört oder gelesen. Eine virtuelle Vereinigung, deren Aktivitäten auf einer Internetseite erfasst und beschrieben wird. Jede Menge Berichte, Fotos etc. Kurzum eine illustre Homepage. Erwin Bittel selber – ganz real - war wie bereits in allen Jahren zuvor Pacemaker und zog anfangs annähernd 30 Läufer in seinen Bann. Etwas beengt aber sehr unterhaltsam und locker gings in Streitberg vorbei an den knackigen Sambatänzerinnen weiter in die landschaftliche Idylle der Fränkischen Schweiz nach Muggendorf und zum Wendepunkt Sachsenmühle. Erwin ließ uns z.B. wissen, daß ein Marathon bekanntlich aus 2 Hälften besteht: die eine Hälfte endet bei km 32  ..... Zugegeben, die Versuchung war groß zu sagen, o.k. eigentlich reicht mir für heute eine Zielzeit von 2:29 ..... aber das entsprach eigentlich nur meiner B-Planung. Mir schwebte insgeheim eine Zeit von 2:24:59 vor. Dafür sollte ich ab km 21 dann aber mal auf die Tube drücken. Hatte von gestern die Fernsehübertragung vom Triathlon-WM der Frauen in Hamburg vor Augen .... irre, was die nach 1,5km schwimmen und 40km radfahren auf dem 4-Runden d.h.10km Parcours noch für Power an den Tag legen konnten. Selbstredend, daß ich mich mit diesen Spitzenathleten in keinster Weise vergleichen kann, aber als Motivationsdoping ist das doch zulässig – oder ? Anfangs stärker, nach ca. einer Stunde nur noch leicht bewölkt bei 18 Grad wieder ein absolut läuferfreundliches Wetter. Zwischen Streitberg und Ebermannstadt pfiff uns Läufern stellenweise etwas kräftigerer Gegenwind entgegen. Zwei km vor dem Ziel zog ich an einer Schwäbin vorbei - deren Kommentar: ja, gibsch mir  .... i ko nimmer. Aber ehrlich gesagt, war ich froh, daß meine Teilnahme nach km26 beendet war. Jochen war mit seinem Radl natürlich auch wieder dabei, wenngleich die Fahrradstrecke teilweise ziemlich weit weg vom Geschehen führte, sahen wir uns des öfteren. Im Zielbereich warteten wir dann noch gemeinsam auf die Bittel-Gruppe. 1x kräftig abklatschend, mich vielmals bedankend wünschte ich der Gruppe noch alles Gute auf dem Weg nach Forchheim. Hat mich regelrecht fasziniert, diesen charismatischen,frohgemuten Viel- und Ultraläufer Erwin Bittel kennen lernen zu dürfen, dem ich heute meine Zielzeit von 2:25:04 zu verdanken habe.

      

Heike