5. Brombachsee Marathon, Sonntag 16.Sept. 2007 über 21,1 km
Montag, 17 September 2007

2005 Neumarkter-Stadtlauf, 2006 Neumarkter Stadtlauf  .... dieses Jahr sollte es mal ein anderer Herbst-Halbmarathon sein. Es bot sich der Brombachsee an. Angenehmer Zusatzeffekt: auch Gerhard hatte sich angemeldet. Für Renate bedeutete dies  ....

annähernd 2 Stunden warten, bzw. sich langsam auf Umwege Richtung Marktplatz Pleinfeld aufzumachen und für Jochen war klar, daß das wieder ein Fall für seinen Drahtesel werden würde. Petrus hatte 2007, beinahe ausnahmslos, ein Herz für Läufer. So auch heute. Zwar hatten wir bis kurz vor dem Start erst 7 Grad, aber das sollte sich schnell ändern. Um 10:00 Uhr wurde der Startschuß abgefeuert und die sich auf dem Hauptdamm „zurückgestauten“ unzähligen 21,1 km-Läufer setzten sich zielstrebig in Bewegung. Gerhard fiel auf, daß wir mit unseren Trinkgurten schon fast zu den Exoten gehörten. Sollte die Versorgung wirklich derart umfangreich sein? Vom Damm weg, ging es eine Ehrenrunde nach rechts, unterhalb des Stausees entlang. Völlig  unbeeindruckt vom dem Spektakel grasten Schäfchen zur linken, daß Glück wird dir winken  ..... sollte es sich wirklich um ein gutes Ohmen handeln ? Bleibenden Eindruck hinterließ der Anblick der Läufer, die noch immer wie Perlen aneinandergereiht auf dem Damm unterwegs waren, während wir uns bereits eine Etage tiefer darum bemühten, dieses windgeschützte, sonnige Teilstück so rasch wie möglich hinter uns zu lassen. Leichter Anstieg, nochmals vorbei an den sportbegeisterten Zuschauern und dann links um den Großen Brombachsee. Es lief gut. Fast schon zu gut. Ab und zu ein leichter Anstieg, immer mal wieder kleinere schattige Abschnitte und wirklich jede Menge Versorgungsstationen. So spulten wir unser Laufpensum planmäßig Kilometer für Kilometer ab. War das tatsächlich schon die 10km-Marke ? Ab km14 wurde es für mich zusehends härter das Tempo zu halten. Da schoß mir ein Zitat von Robert Lembke durch den Kopf: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich erarbeiten“. Und während meinem „Hängerchen“ zwischen km 16 und 17 war wirklich harte Arbeit angesagt, daß entging auch unserem Chef-Zugläufer nicht. Aber er lies nicht locker ( eine Art Service, den ich zu dem Zeitpunkt eher verfluche, generell jedoch sehr schätze) und ich fragte mich, wie es denn möglich sein kann, nach dem doch etwas feucht-fröhlichen „italienischen-Vereinsabend“ vom Samstag noch über derartige Energiereserven zu verfügen. Irgendwo hatte ich mal gelesen, daß diese u.a. im Form von Glykogen auch in der Leber eingelagert sein sollen ... ihr größter Feind sein unumstritten der Alkohol .... ob das der neueste medizinische Stand war ?..... mir kamen da gehörige Zweifel. Rechtzeitig vor dem steilen Anstieg vom See Richtung Sportpark hatte ich mein Jammertal durchschritten. Bestens platziert waren die beiden Jungs, die den Song: everywhere you go ...von Crowded-House professionell abrockten. Eine langgezogene Abwärtsstrecke folgte. Nochmals ein kleiner Anstieg, jetzt war klar, die restl. 2km bis zum Spalter Tor bzw. zum Zieleinlauf am Marktplatz von Pleinfeld würden kein Problem mehr darstellen. Trotzdem kaum zu glauben ..... 1:48:50 ..... das hatte ich nicht für möglich gehalten. Etwas Statistik: die Anzahl der HM-Teilnehmer lag bei 1.250 davon waren 30% weiblicher Natur. Landschaftlich sehr reizvoll, wäre es unsportlich, diesen Lauf mit Neumarkt zu vergleichen. Als ein großes Plus habe ich jedoch die Tatsache empfunden, daß es sich um eine Einwegstrecke handelt. Für einen HM wirklich empfehlenswert. Fast ein wenig Leid hingegen taten mir die Marathonläufer. Sie gingen in dem Gewusel irgendwie total unter und das haben sie bei 2x 21,1 km Lauflänge nun wirklich nicht verdient.

 

 

Heike