2. Roßtaler Erntedanklauf, Sonntag 30.Sept. 2007 über 8,5 km
Dienstag, 02 Oktober 2007

Der Markt Roßtal liegt etwa 15 Kilometer westl. von Nürnberg. Am nördlichen Rand fließt die Bibert durch das Gemeindegebiet. Einwohnerzahl ca. 10.000. Die erste urkundl. Erwähnung lässt sich bis auf das Jahr 954 zurückverfolgen. (bei Fürth ist es bekanntlich das Jahr 1007) 2002 erhielt der Heimatverein Roßtal e.V. die Medaille für „vorbildliche Heimatpflege“ verliehen. Auffälligstes Bauwerk = die evangelische St.Laurentiuskirche. So, ein bisschen Heimatkunde muss sein ! Mit dem Fahrrad über Ammerndorf waren es von Burgfarrnbach aus 17 km.

Das Wetter ….traumhaft ….  Schwitz, der Start selber aber alles andere als im Roß-tal gelegen, wie an der Straßenbezeichnung „Hochstraße“ bereits vorab unschwer zu erkennen war. Kurz nach 10:30 Uhr ( fast pünktl. ) erspähten wir die „Roten“ aus Weiherhof. Gestern erst aus dem Urlaub zurück gekommen, heute – unerschrocken - schon gleich wieder am Start: Ralph und Margrit – Respekt ! Ferner gingen Roland, Kathrin,  Roger, Volker, Sigi, Ruth (als/für Ulrike, da Uli und Heinz leider verhindert waren) Gerhard und ich zusammen mit ca.120 gemeldeten Läufern an den Start. Je kürzer die Strecke, desto heftiger das Tempo. Da wurde es anfangs auf den schmalen Pfaden richtig eng, das Überholen mitunter schwierig. Ruth meinte trocken …na, dann zeig mal was deine Beine hergeben .. beinhart und das, obwohl gestern bereits ein Trainingslauf mit dem Untertitel: „so weit die Füße tragen“ angesagt war. Vom MTP (Marathon-Team-Pegnitztal) zog ein Läufer mit seinem kleinen, tapferen, schwarzen Vierbeiner an uns vorbei … wir begegneten uns bei km 5 wieder … kurz vor dem Ziel überholten uns die 6 Beine doch tatsächlich noch ! Augen auf war an einigen Stellen der Strecke überaus ratsam und wurde auch rechtzeitig durch Schilder angezeigt, die Hinweise wie z.B. Achtung: 500m Wurzeln oder Vorsicht: 800m Geröll etc. trugen. Wege durch Wald- und Flur, entlang von Feldrändern über Stock und Stein, Schotter und Asphalt – mal Sonne, mal Schatten. Die Versorgungsstation in Trettendorf – kurz nach km 5 und einer langgezogenen Steigung – kam wie gerufen. Eines hat sich wieder herauskristallisiert: wäre jeder von uns als Solist unterwegs gewesen, hätten wir spätestens bei km 6 einen Gang zurückgeschaltet … Bei km 7 taucht der Wasserhochbehälter des Ortsteils Buchschwabach ( aus dem Jahre 2000 ) auf … ebenso ein paar vereinzelte Zaungäste … und dann endlich die 8, weiß auf grauem Asphalt, die hatte ich beim Hinradeln bereits erspäht. Nun kommt noch eine lustige Randbemerkung von Ruth: wenn ich zum Endspurt durchstarten wolle, sollte ich mich nicht aufhalten lassen, sie selber wäre am Limit. Wie bitte ? Endspurt … ich, die ohnehin froh war, das Tempo überhaupt durchgehalten zu haben ? Da war echt nix mehr drin mit Tempoverschärfung. Ca. 80m vor dem Ziel kommt uns Silke Bittel und kurz darauf Katja Gehrung entgegen .. klar, dass wir Frauen (ebenso wie die Mehrheit der Männer)  gegen die Beiden keine Chance haben. Aber wir schienen auch nicht gerade langsam unterwegs gewesen zu sein  ..!? Von den „Roten“ kommen anschließend Volker und Gerhard, Sigi, Roland, Kathrin und Roger sowie Margrit und Ralph ins Ziel. Super, alle sind somit ziemlich flott und wohlerhalten zurück am Ausgangspunkt. Im Ziel gibt’s reichlich Birnen, Bananen und Wasser. Auch sonst ist bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Livemusik einer ausdauernden Rhythmusgruppe und eine große Hüpfburg für die Kleinen runden das Programm ab. Für die 5 Euro Startgeld gab es zudem noch eine nützliche – für die Frauen in rot und für die Männer in blau – weiche Fleece-Mütze. Bierbankgarnituren laden zum längeren Verweilen im wärmenden Sonnenschein ein. Aber die Fürther haben heute wieder ein Heimspiel und so heißt es bereits nach kurzer Zeit „Adieu“. Stahlrösser satteln und ab Richtung Burgfarrnbach. Ruth und ich bedankten uns nochmals gegenseitig bei uns, daß keiner von uns locker gelassen hat  … gemeinsam läuft es sich halt doch besser !        

                       

 

Heike